100 Teilnehmerinnen und noch mehr Zitronen beim Kinotag

„Das Programm passt immer zu den Filmen“

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Filz und Stoffe wurden am „10. Münsterer Frauenkinotag“ zu Herzen. Glück und Liebe waren diesmal die wichtigsten Themen – und die Zitrone.

Münster - Frauenkinotag? Weltfrauentag? Dass das Münsterer Ereignis und das globale auch in diesem Jahr nur wenige Tage auseinander lagen, war kein Zufall, erzählte Tania Appel: „Die Grundidee entstand ja in Anlehnung an den Weltfrauentag." Von Jens Dörr 

Appel muss es wissen: Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde initiierte einst den Münsterer Frauenkinotag im „Kaisersaal“ und organisiert ihn bis heute. Nun fand er zum zehnten Mal statt.

„Das Programm passt immer zu den Filmen“, erläuterte Appel. Der Frauenkinotag ist in Münster weit mehr als „nur“ das Anschauen eines Streifens. Auch der jüngste startete mit einem gemeinsamen Frühstück im Kino-, Restaurant- und Hotelkomplex in der Darmstädter Straße.

„Das Frühstück lehnt sich immer an den folgenden Film an“, so Appel. Diesmal eine besonders gute Wahl: Denn in „Love is all you need“, einer gefühlvollen Beziehungskomödie mit Trine Dyrholm und Pierce Brosnan in den Hauptrollen, geht es auch um Italien – was kulinarisch manches Herz bekanntlich höher schlagen lässt. Eine Rolle im Film spielt auch die Zitrone. Sie floss am Frauenkinotag ebenfalls in die Aktivitäten der insgesamt 100 Teilnehmerinnen ein.

Workshops und Vorträge nach dem Film

Denn nach dem Filmschauen wurden die Frauen im „Kaisersaal“ und auch andernorts wie diesmal in der Bücherei und im Storchenschulhaus in diversen Workshops selbst tätig oder lauschten Vorträgen. So etwa Tanja Grießmann, die Appel erstmals mit ihrem Angebot zur guten Paarkommunikation mit von der Partie war. Annette Rieger widmete sich unterdessen dem Thema „Kleines Glück im Alltag“. Beate Brand befasste sich mit Klangmeditation. Büchereileiterin Jasmin Frank stellte passende Literaturtipps zusammen.

Im Obergeschoss des Kinos herrschte unterdessen frische, fruchtige und ein wenig säuerliche Luft: Dort bereiteten einige Teilnehmerinnen aus Zitronen einen Brotaufstrich zu. Andere kreierten Herzen aus Filz und Stoff - und hinterließen, ehe einige noch zum abschließenden Mittagessen blieben, auf Papierzitronen ihre Rückmeldungen zum „10. Münsterer Frauenkinotag“.

Ob des guten und zufrieden wirkenden Zuspruchs nicht nur von Teilnehmerinnen aus Münster, sondern auch aus Darmstadt, Schaafheim und Ober-Roden galt eine weitere Auflage im kommenden Jahr indes schon vor der Auswertung des Feedbacks als sicher. Im vergangenen Jahrzehnt nahmen mehrere hundert Frauen an dieser Münsterer Kulturveranstaltung teil. 60 Referentinnen sorgten dabei für stets neue Impulse.

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Quelle: op-online.de

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