Fronleichnams-Prozession

Katholiken feiern Leib Christi

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Pfarrer Bernhard Schüpke trug bei der Prozession das Brot in der Monstranz durch die Straßen.

münster - „Das wird heiß heute“, meinte ein Mitglied des Musikvereins Münster, als er am Donnerstagvormittag mit einigen Kollegen des großen Orchesters vor der Kirche St. Michael wartete. Von Jens Dörr 

Nach 80-minütiger Eucharistiefeier strömten von dort rund 250 Gläubige nach draußen, um die von den Musikern begleitete Fronleichnams-Prozession zu begehen und besingen. Später, als das Thermometer zur Mittagszeit gen 30 Grad anstieg, sollte die Vorhersage des Musikers eintreffen und das Orchester beim Pfarrfest der katholischen Gemeinde Münster ein wenig ins Schwitzen geraten.

Einige der schmaleren Straßen wären schon bei der Prozession, an der schlussendlich rund 300 Menschen teilnahmen, fast zu schmal gewesen, hätte sich der Marsch nicht auf eine Länge von mehr als 100 Metern entzerrt. Pfarrer Bernhard Schüpke trug das Brot – dem die leibliche Gegenwart von Jesus Christus zugeschrieben wird – in der Monstranz durch die Straßen, verkündete an mehreren Stationen Gottes Wort und spendete den Segen. Entlang des Wegs, der von der Kirche in die Frankfurter Straße, die Mainzer Straße, zum Bahnhof, in die Bahnhofsstraße, die Mühlgasse und die Bachgasse führte, waren auffallend viele Bewohner der vorherigen Bitte der Kirchengemeinde gefolgt und hatten die Häuser dem Anlass entsprechend geschmückt. Augenfällig waren dabei die liturgischen Farben in Gelb und Weiß. Vor der Kirche war wieder kunstvoll ein Blumenteppich ausgelegt.

Nach der insgesamt mehr als zweistündigen Fronleichnams-Feier in der Kirche und auf Münsters Straßen kehrten die Gläubigen zum Pfarrfest zurück. Hierzu hatte die Gemeinde nicht weniger als drei Zelte aufgebaut – leer blieb trotzdem keins davon. Unter dem kleinsten Dach spielte der Musikverein unter Leitung von Piotr Konczewski ab dem späten Vormittag, diesmal weniger besinnliche Stücke als vielmehr – auf hohem Niveau dargebotene – Festzeltmusik. Aus allen Richtungen strömten die rund 400 Besucher zum Pfarrfest, vor der Essensausgabe bildete sich eine stattliche Schlange. Besuch erhielten die feiernden Münsterer auch von den Katholiken aus Eppertshausen, wo am Vormittag das sanierte Pfarrhaus gesegnet worden war. So schaute beispielsweise die radelnde Eppertshäuser Gemeindereferentin Claudia Schöning bei den Nachbarn vorbei. Die jungen Besucher kamen beim Malen, Basteln und in der Hüpfburg auf ihre Kosten.

Quelle: op-online.de

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