Familien- und Ehrungsabend der Münsterer Feuerwehr

70 Jahre bei den Brandschützern

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Ein wichtiger Bestandteil des Familien- und Ehrungabends der Feuerwehr Münster waren die Ehrungen. Jubilare gibt es in diesem Jahr von 25 bis 70 Jahre Mitgliedschaft. Am längsten ist Alfons Haus (Fünfter von rechts) dabei.

Münster - Der „wichtigste Verein“ Münsters gedachte seiner treuen Mitglieder. Eine ganze Reihe Floriansjünger stand zur Ehrung bereit. Von Michael Just

Es war 1962: In diesem Jahr beging die Münsterer Feuerwehr ihr 90-jähriges Bestehen und richtete aus diesem Anlass auch den Kreisfeuerwehrtag aus. Da es das heutige Feuerwehrhaus am Abtenauer Platz noch nicht gab, wurde auf dem Platz des Turnvereins im Zentrum gefeiert. Schon damals war Alfons Haus in der ersten Reihe der Blauröcke aktiv. Am Samstagabend wurde der 89-Jährige beim Familien- und Ehrungsabend der Wehr nach vorne gerufen. Seine Auszeichnung für 70 Jahre Mitgliedschaft stellte im großen Saal des Sportverein den Höhepunkt des Abends dar.

Alfons Haus gehörte zu jenen Männern, die nach dem Krieg in den 1950er und 60er Jahren wichtige Aufbauarbeit im Verein leisteten. Neben seinem Engagement als Brandbekämpfer engagierte er sich über 25 Jahre im Vorstand. Für seine Treue erhielt er jetzt einen großen Präsentkorb samt Urkunde. Eine Nadel gab es aber nicht: „Er besitzt schon sämtliche Nadeln, die wir vergeben“, sagte Vereinsvorsitzender Josef Haus.

Mit Ewald Kreher (60 Jahre) und Jürgen Frühwein (40 Jahre) rückten noch zwei weitere Jubilare der Alters- und Ehrenabteilung in den Mittelpunkt. 25 Jahre fördernd sind Hubert Bader, Klaus Barth, Kai Dony, Heinrich Fieres, Helmut Grimm, Theo Haus, Florian Herd, Jonas Herrmann, Hans-Joachim Kötz, Wolfgang Schwarz, Nicole Sprenger, Matthias Wagner und Willi Wolf. In einem weiteren Ehrungsabschnitt sprach Gemeindebrandinspektor Florian Kisling die Beförderungen aus.

Der Familien- und Ehrungsabend drückt den Dank an die Aktiven der Einsatzabteilung aus. Zusammen mit den Lebenspartnern warteten auch diesmal ein Buffet sowie die Möglichkeit zum Tanz. Zudem hielt eine Tombola attraktive Preise bereit. Wer Glück hatte, braucht für die kommende Vier-Tagesfahrt der Wehr nichts zu bezahlen oder darf für die Hälfte mit. Eine Flughafenführung in Frankfurt befand sich ebenfalls im Topf.

Um den Abend angenehm zu gestalten, boten die Verantwortlichen eine Show-Einlage mit den „Ringelsocken“ aus Schaafheim auf. In dieser Gruppe zeigen ehemalige und aktive Ringer, dass Schwerathleten auch abseits der Matte eine gute Figur machen. In ihren Vorführungen werden sie zu Akrobaten, die Pyramiden bauen und immer wieder mit Körperbeherrschung die Schwerelosigkeit aushebeln.

Großübung der Feuerwehr auf Fiege-Gelände

Bei den Ehrungen überbrachte Elisabeth Happel vom Gemeindevorstand Grüße von Bürgermeister Gerald Frank. „Die Feuerwehr ist der wichtigste Verein in Münster“, sagte sie. Er übernehme Aufgaben, die anderswo eine Berufsfeuerwehr macht. Gearbeitet werde auf einem hohen Niveau – und das im Ehrenamt. Ein weiteres Lob ging an die passiven Mitglieder, die für Happel den Rückhalt jedes Vereins darstellen. Die langjährigen, passiven Mitglieder werden bei der Wehr normalerweise mit einem Weinpräsent bedacht. Das bereitete im Fall von Willi Wolf ein Problemchen: Dem Inhaber einer Weinhandlung konnte man unmöglich Rebensaft überreichen. So erhielt Wolf in weiser Voraussicht als einziger ein anderes Sachpräsent.

Quelle: op-online.de

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