20 Jahre Laienschauspiel

Spectaculum trifft auf Handy-Opa

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Vorhang auf für die Theatergruppe Spectaculum: Seit 20 Jahren erfreuen die Laienschauspielerinnen ihr Publikum.

Münster - Auch wenn ihr 20. Theaterstück „Opa, es reicht!“ heißt, so ist für die 15-köpfige Laienspielgruppe Spectaculum noch lange nicht Schluss. Noch mitten in den Proben, freut sich die reine Damenriege bereits auf die beiden Vorführungen am 6. und 7. November in der Kulturhalle Münster. Von Thomas Meier 

Nach Meinung der überaus sparsamen Magda ist ihr Schwiegervater ein verschwenderischer und fauler Lump, weil er sich an Handy, Laptop und Motorrad erfreut, anstatt bis zum Umfallen auf dem Hof mitzuschuften. Aber der gewitzte Opa hat noch andere tolle Ideen, und so ist ständig „Feuer unterm Dach“ auf dem Hof der Familie Schnäbele...

Den Schwank von Bernd Gombold „entdeckte“ Brigitte Wagner als Jubiläums-Stück für Spectaculum. Sie las in einer Zeitung davon, googelte, bestellte, las und überzeugte den Rest der bunten Damentruppe. „Mit Gombold haben wir schon gute Erfahrungen gemacht“, sagt Inge Fiedler, an „Baby wider Willen“ erinnernd, ein Stück, das auch beim Münsterer Publikum einst bestens ankam.

Ursprünglich von den Erzieherinnen Brigitte Wagner und Jasmin Weber sowie den beiden Mitstreiterinnen Inge Fiedler und Christiane Otten gegründet, um zu einem Sommerfest des evangelischen Kindergartens ein Theaterspiel aufzuführen, hat sich ein festes und wahrlich eingespieltes Team zusammen gefunden. Seit nun genau zwei Jahrzehnten wird bei Spectaculum jährlich ein neues Stück geprobt und aufgeführt.

Seit März wird geprobt

Im Januar begann das Brainstorming fürs Jubiläumsstück, seit März wird am Opa geprobt, traditionell im evangelischen Kindergarten der Martinsgemeinde. Zehn Akteure hat der Dreiakter, in dem auch die Männerrollen stets von Frauen besetzt werden. Den Opa etwa spielt Brigitte Wagner. „Männer hatten wir nie auf der Bühne, und seit einigen Jahren sind wir uns sicher: Wir brauchen sie auch nicht“, lacht Jasmin Weber, die als Magda Ackerfurch die Bäuerin verkörpert. Männer sind für Spectaculum dennoch nicht ganz verzichtbar. Sie helfen beim Kulissenbau, dem Kartenverkauf, der Technik, dem Bewirten bei den Aufführungen oder beim Plakatekleben. Nur zu sagen haben sich nichts Theadralisches.

Lohn der Mühen ist für alle seit vielen Jahren stets eine bestbesetzte Kulturhalle. Einst spielte die Truppe, die sich nicht nur aus Münsterern, sondern auch Dieburgern, Groß-Zimm’nern und Radheimern rekrutiert, in der TV-Halle Münster und der jüngst plattgemachten Dieburger Ludwigshall’. Doch schon viele Jahre lang ist die Kulturhalle ihre Bühne.

Hier wird der Schwank am Freitag, 6., und Samstag, 7. November, jeweils um 20 Uhr aufgeführt (Einlass 19 Uhr). Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Es gibt sie in Münster bei der Metzgerei Frühwein in der Frankfurter Straße 27 sowie bei Schreibwaren Haus, Darmstädter Straße 6, in Dieburg in der Bücherinsel, Markt 7, sowie beim Dieburger Anzeiger, Mühlgasse 3. Die Karten kosten im Vorverkauf sieben, an der Abendkasse (sofern noch vorhanden) acht Euro.

Quelle: op-online.de

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