Kegler der DJK Blau-Weiß

Vierbahnanlage: einst Meilenstein

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Sie freuen sich auf die Jubiläumsfeier am morgigen Samstag: Alina (vorne) und Beate Dollheimer.

Münster - 25 Jahre gibt es die Kegelabteilung in der DJK. Und seit 20 Jahren heißt es „Gut Holz“ auf der modernen Vierbahnanlage, die heute noch als beispielhaft im weiten Umkreis gilt. Grund genug für Jubelfeiern. Von Jens Dörr 

Als Beate und Hans-Peter Dollheimer 1990 zu jenen zählten, die das Kegeln fest in der DJK Blau-Weiß Münster verankerten, war die derzeit erfolgreichste Sportlerin der Abteilung noch nicht einmal geboren. Dass es sich um ihre Tochter, die heute 24-jährige Alina Dollheimer handelt und sie erst vor wenigen Wochen Deutsche Meisterin der Deutschen Classic Union wurde, ist eine der Geschichten, die ein Vierteljahrhundert Vereinskegeln in Münster bis heute geschrieben hat. Am morgigen Samstag feiert die DJK unterdessen nicht nur das 25-jährige Bestehen ihrer Abteilung; die Blau-Weißen zelebrieren auch den 20. Jahrestag ihrer vier modernen Kegelbahnen.

1990 stellte der Vorstand der DJK den Antrag, eine neue Abteilung zu gründen: jene fürs Kegeln. Bis dato spielten einige Frauen und Männer sozusagen „lose“ auf den beiden älteren Bahnen, die noch heute Teil des Immobilienensembles des Vereins mit Halle, Vereinsheim und eben Kegelbahnen sind. Die Jahreshauptversammlung segnete die Gründung nur wenige Monate nach dem Mauerfall ab. Am 24. März 1990 wurde Herbert Müller der erste Abteilungsleiter des Vereinskegelns in Münster.

Nicht lange dauerte es im Anschluss, bis die DJK an einem ersten offiziellen Wettkampf teilnahm. Akteure der ersten Stunde waren damals bei einem Turnier in Frankfurt Erika Rosskopf, Reinhold Friedrich, Josef Bonifer, Erwin Lasitschka und Herbert Müller selbst. Zudem richtete man alsbald ein Jedermannturnier aus, an dem drei Dutzend Spieler teilnahmen. Zudem meldete man die Münsterer Kegler im Verband an.

Talent offensichtlich vererbt

Es folgten weitere Turniere und das erste Freundschaftsspiel: Die DJK maß sich damals mit dem SKV Groß-Zimmern. Hans-Peter Dollheimer warf die meisten Zielobjekte um. Das Talent sollte sich bei Tochter Alina später noch einmal in gesteigerter Form übertragen. Am 11. August 1991 fand das erste Pflichtspiel des ersten Herrenteams statt, knapp zwei Wochen später die Premiere der Damen. Mit zwei Herrenteams, einer Damenmannschaft sowie einem gemischten Team ging man im selben Jahr erstmals in eine Wettkampfrunde.

Wichtiger Meilenstein für das Kegeln in Münster wurde schließlich der Bau von vier neuen Bahnen auf der westlichen Seite der Vereinsimmobilie. Den Antrag der Abteilung befürworteten auch die Mitglieder der anderen Sparten; am 1. September 1995 fand die Einweihung statt. In die Wege geleitet hatten die DJKler den Bau bereits mehr als zwei Jahre zuvor, als man zunächst allerdings auf eine knappe Ablehnung stieß. Damals verzeichnete der Verein bereits mehr als 50 Sportkegler. Auf den zwei älteren Bahnen reichte die Kapazität nicht mehr aus. Im Antrag brachte die Abteilung schon 1993 vor, es sei „keinem Sportkegler zuzumuten, auf Kosten seiner Arbeitszeit zu trainieren“.

Wenn Sport schmerzt: So fies kann Training sein

Entscheidend waren schließlich Ergebnisse eines Bauausschusses, die darstellten, dass eine Erweiterung von bisher zwei auf vier Bahnen in etwa die gleichen Kosten wie der Neubau einer Vierbahnanlage verursachen würde. Im Juli 1994 begannen schließlich die Neubauarbeiten, die mehr als ein Jahr später fertig waren.

Von den vier modernen Bahnen profitiert die DJK noch heute. Nun feiern die Münsterer Kegler auch das 25-jährige Bestehen ihrer Abteilung. Und tun das am Samstag mit einem außergewöhnlichen Vergleich: Es treffen die Erstligisten des KSC Mörfelden und des SKC Victoria Bamberg aufeinander. Beide Vereine gehören normalerweise den getrennten Verbänden DCU und DKBC an. Zumindest beim Freundschaftskampf in Münster sind die – auch zur Freude von Meisterin Alina Dollheimer, die die Aufspaltung des deutschen Kegelns in die beiden Strömungen bedauert – vorübergehend zu den Akten gelegt. Die Partie beginnt um 13 Uhr. Schon um 11 Uhr wird allerdings die offizielle Jubiläumsfeier gestartet. Im Anschluss gibt es neben hochklassigem Kegelsport auch eine Hüpfburg für die Kinder und Leckeres vom Grill.

Quelle: op-online.de

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