Kerbverein feiert mit starkem Jahrgang

Kerb: 15 Borsche um „Schwesta Ewa“

+
Kerbritual mit viel Radau: Die Proklamation der neuen Kerbborsche und die Übergabe von Schlüssel und Sirene.

Münster - Mit knackigem, Rock, „Schlissel und Siren“, einem Umzug und viel Bier feiert Münsters Kerbverein die Kirchweih. Und die geht heute ab 10. 30 Uhr im Zelt auf dem Dalles für die Senioren flott weiter. Von Ursula Friedrich 

„Die Minsderer Kerb is do!“ Und sie begann am Freitag Abend mit einer heißen Rockparty. Nach dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ verpflichtete der Kerbverein eine hochkarätige Combo, die das Festzeit vor dem alten Storchenschulhaus zum Kochen brachte. AB/CD heizten ihrem Publikum im berstend vollen Zelt nach allen Regeln der Rockkunst ein. Am Kerbsamstag übernahmen die Träger der Minsderer Kerb das Heft: die Kerbborsche 2015.

„Mit 15 Kerbborsche haben wir wieder einen tollen Jahrgang“, sagte Dieter „Hop-Hop“ Schneider, Chef des Kerbvereins. Während die Stimmung stieg, moderierte er die Proklamation der begeisterten Truppe – trotz Mikrofons und guter Lautsprecheranlage kein leichtes Unterfangen. „Bunt gewürfelt ist die Truppe, rund um die scheene Kerwepuppe“, begrüßte Hop-Hop den neuen Jahrgang, der sein Kerbmaskottchen „Schwesta Ewa“ nennt. Mit dem Ounome (Spitznamen), etwa Tipitopi, Vulkan, Radler oder bezeichnender Weise Mr. Blackout wurden die Repräsentanten der Kerb herein zitiert. Allen voran, der „Herr der Kerb“ alias Lutz Rosskopf. Er trägt diesmal den Zylinder und wird den Kerbborsche in den kommenden Tagen als „Vadder“ oder Watz vorweg marschieren.

Bilder: Kerbumzug in Münster

Nicht jedoch, ohne zuvor die Kerbinsignien in Empfang zu nehmen. Wie es die Tradition fordert, werden Schlüssel und historische Sirene vom vorherigen Jahrgang an die Neuen übergeben. Weil es dem Minijahrgang von 2014 an Quantität fehlt, strapazierten die Hinnergassebuwe ordentlich ihre Instrumente. Mit Paukenschlag und schmetternder Posaune marschierte der kleine Zug eindrucksvoll ins Festzelt ein. Auch die historische Sirene anno 1943, die einst Münsters Bevölkerung im Krieg alarmierte, machte ordentlich Radau. Diesmal war sie jedoch Signal für eine Feier. Hier tobte bereits der neue Jahrgang, der, die Kerb-insignien fest in der Hand, endlich zum finalen, einprägsamen Kerbspruch ausholen durfte: „Wem is die Kerb? Unser!“

Quelle: op-online.de

Kommentare