Münsterer „River Night“

Mit Kerzenlicht und High Heels

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Die 3. „River Night“ setzt auf Bewährtes und kleine Änderungen. Ein Folgetermin für 2016 steht bereits. Nicht ohne rote High Heels zu bekommen: Lehman 5 rockten im Jugendzentrum.

Münster - Zum dritten Mal wurde am Samstag jener Abschnitt an der Gersprenz, der vom Bahnhof bis zum Wanderheim reicht, zur musikalischen Flaniermeile: Bei der „River Night“ der gleichnamigen Interessengemeinschaft spielte ein halbes Dutzend Bands in ebenso vielen Lokalitäten auf. Von Jens Dörr 

Und das bei erneut freiem Eintritt. Die klangvolle Nacht am Flüsschen setzte dabei auf Bewährtes und einige kleine Änderungen. .

Eine solche hatte etwa der Verein Radsport am Bahnhof vorgenommen, wo zum zweiten Mal nach 2014 die mit Mitgliedern aus Dieburg und Groß-Umstadt besetzte Band Let Swing dem in der eigenen Betitelung enthaltenen Genre Tribut zollte und beispielsweise Hits von Frank Sinatra und Louis Jordan darbot. Der gastgebende Verein, der wie alle anderen Gastgeber in erster Linie vom Getränkeverkauf profitieren sollte – während die Bands ihre Gage auch aus freiwilligen Spenden der insgesamt mehreren hundert Besucher bezogen –, hatte das Ambiente gegenüber dem Vorjahr noch einmal stimmungsvoller arrangiert. Er dunkelte die Radsporthalle ab, tauchte sie dank etlicher Kerzen ins warme Licht. Auf der Bühne sorgte unter anderem die erfahrene Sängern Elfi Burk an der Front des Septetts für schöne Stunden.

„River Night“ 2013 gestartet

Nur einmal über die Straße gehen mussten alle, die von Let Swing zu Soulbarde Lewis C. wollten. Er trat wie im Vorjahr im „Pilsschtibbche“ auf. Der Verein Radsport, das „Pilsstibbsche“ und das Jugendzentrum waren in diesem Jahr zum zweiten Mal Bestandteil der „River Night“, die 2013 ausschließlich in der „Langsmühle“ sowie im Wanderheim und im Anglerheim gestartet war.

Für Lehman 5 um die Dieburger Frontfrau Jenny, die bei Auftritten nicht auf ihre roten High Heels als Markenzeichen zu verzichten bereit ist, war es im Jugendzentrum unterdessen die „River Night“-Premiere. Entsprechend groß war die Neugier jener, die zwischen den Auftritten pendelten und dafür insbesondere die Pausen zwischen den einzelnen Sets nutzten. Kaum ein Durchkommen gen Bühne gab es wenige Meter weiter bei der Gruppe Rabaz im Wanderheim, wo das Quartett um Frontmann Manfred Bürner sowie Ralf Schneider – beide auch in der IG „River Night“ engagiert – ins rockige Amerika entführte.

Durchkommen schwierig

Wegen der Architektur und Platzierung der Band in einer Museumsnische war auch das Durchkommen in der Langsmühle schwierig, wo sich Candyjane auf die Spuren von US-Folk, -Blues und -Country begaben. Fast schon alte Hasen auf der „River Night“ sind die Münsterer von The Pins, die mit Rock und Pop im Anglerheim für Stimmung sorgten.

Nach einmal drei und zweimal sechs Bands und Lokalitäten dürfte die Münsterer „River Night“ nun in einer Größenordnung angelangt sein, die sich – auch ob der Nähe der Veranstaltungsorte zueinander und der Lage am Gersprenzufer – künftig für den Musikreigen als optimal herausstellen könnte. Dass es weitergeht, stand schon am Wochenende fest: Die vierte „River Night“, die finanziell von der Sparkasse Dieburg unterstützt wird, findet laut Interessengemeinschaft am 12. März 2016 statt.

Quelle: op-online.de

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