„Ene, mene, Medien“

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In zwei Gruppen befassten sich angehende Grundschüler des Altheimer Kindergartens in der vergangenen Woche mit der Nutzung des Mediums Film.

Altheim - Der kompetente Umgang mit den Medien – mit Büchern und Zeitschriften, besonders aber bewegten Bildern in Film und Fernsehen und später auch im Internet – stellt nicht nur Kinder selbst vor eine Herausforderung. Von Jens Dörr 

Auch Erzieherinnen und Lehrerinnen sowie Eltern und andere Angehörige müssen immer wieder Fragen beantworten, Inhalte selektieren und notfalls auch Verbote aussprechen. Mit dem Angebot „Ene, mene, Medien“, einer Medienerziehung in Kitas, machte sich jetzt auch der Altheimer Kindergarten eine Hilfe rund um den eingangs geschilderten Auftrag zunutze. Dazu zählte ein Filmdreh, bei dem 34 angehende Grundschüler schauspielernd vor, aber auch drehend hinter der Kamera standen. Drei Bausteine umfasst das Projekt, das das Institut für Medienpädagogik und Kommunikation (MuK) des Landesfilmdiensts Hessen in die Kindergärten bringt. MuK-Bildungsreferentin Cordula Kahl sprach von einer großen Nachfrage zum Angebot, das das MuK in diesem Jahr in zehn hessische Kindergärten brachte.

Wie Kahl und Michaela Paeger, Erzieherin und stellvertretende Leiterin des Altheimer Kindergartens, zum Ausklang der Woche erläuterten, richtet sich „Ene, mene, Medien“ einerseits an künftige Schulkinder, die sich in ihrem letzten Kindergarten-Jahr befinden und damit fünf oder sechs Jahre alt sind. Andererseits beziehe es auch die Erzieherinnen und Eltern ein. Wichtiger Baustein war zunächst die Fortbildung der Erzieherinnen in Fragen der Mediennutzung, so Paeger. „Es geht um einen positiven Umgang damit“, sagte sie. Die richtige Mediennutzung leiste einen Beitrag zur Sprachförderung, rege die Fantasie an und stärke die Selbstwahrnehmung der Kinder.

Dies geschah konkret bei den Dreharbeiten im Kindergarten, nach denen sich die Kinder selbst auf der Leinwand sahen. Zunächst hatten sie gemeinsam mit Kahl und ihrem Team eine kleine Geschichte ersonnen. Eine der beiden Gruppen stellte unter anderem Prinzessinnen als Helden auf, die andere befasste sich mit einem Gespenst und Vampiren, die am Ende aber kein Blut saugten, sondern friedlich Gummibärchen verteilten. Die Kinder hatten dabei Sprechrollen, bei der es zwecks späteren Verständnisses bei der Vorführung auf eine klare Aussprache ankam. Zudem fördere derlei verschiedene soziale Kompetenzen, hob die MuK-Bildungsreferentin weiterhin hervor. Zugleich sei jedoch die Anleitung der Erwachsenen wichtig. Mütter und Väter der Kindergarten-Kids erhalten demnächst im Rahmen eines Elternabends Informationen zur verantwortungsvollen und fördernden Mediennutzung mit ihren Kindern. An diesem Abend feiern die beiden entstandenen Filmchen auch ihre Premiere.

Quelle: op-online.de

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