Mindestens drei Monate Bauverzögerung bei der Sanierung

Kita Im Rüssel: Keine Dachdecker zu bekommen

+
Bevor die Handwerker im Innern der Rüssel-Kita schaffen können, muss erst das statisch ungenügende Dach „konstruktiv ertüchtigt“ werden. Doch dafür fand sich bislang keiner.

Münster - Mit mindestens drei Monaten Bauverzögerung sei bei den Sanierungsarbeiten in der Kindertagesstätte Im Rüssel zu rechnen, berichtete Bürgermeister Gerald Frank zur jüngsten Gemeindevertretersitzung am Montagabend im Rathaus. Von Thomas Meier 

Grund seien die festgestellten Mängel am Dach der Kita, das keine ausreichende Statik aufweise. Die bestehende Dachkonstruktion muss „konstruktiv ertüchtigt“ werden, will heißen, die notwendigen Arbeiten kommen einer kompletten Erneuerung sehr nahe. Wegen dieses Mangels sind derzeit keinerlei Installationsarbeiten im Innern des 40 Jahre alten, vom Schimmel befallenen Gebäudes möglich. Und das mag auch noch eine Weile so sein, denn es finden sich trotz Ausschreibungen keinen Firmen, die sich ans dringend notwendige Werk machen.

Bis Ende August hätten überhaupt keine Bewerbungen auf die weit überregional gehaltenen Ausschreibungen vorgelegen, sagte Frank, der aufgrund der drängenden Lage persönlich nochmals Firmen im heimischen Raum kontaktiert – vorwiegend in Münster selbst – habe. Drei Bekundungen, Interesse an den Arbeiten zu haben, seien inzwischen im Rathaus eingetrudelt, die wichtigsten Gewerke fürs Dach seien auch umgehend vergeben worden. Und die Arbeiten könnten „günstigenfalls in der 39./40. Kalenderwoche beginnen“, sagte Frank am Montagabend. Da lief bereits die 39. Woche, indes hatte sich noch kein Handwerker blicken lassen.

Die gravierendsten Mängel in deutschen Kitas

In der Bauverwaltung hoffe man auf Regenwetter, meinte der Bürgermeister. Dann könnten die Dachdecker keine Ziegel mehr verlegen und hätten Zeit, von innen heraus beispielsweise Im Rüssel zu arbeiten. Derweil liefen an der Kita von außen immerhin die Fundamentabdichtungen. Feuchtigkeit sei bislang immer noch ins schimmlige Innere eingedrungen, dies zumindest werde derzeit abgestellt. Und im Oktober, so versicherte Frank, kämen die neuen Fenster ins Haus, dann könne auch mit dem Einbau des Vollwärmeschutzes begonnen werden.

Quelle: op-online.de

Kommentare