Gerhard Bonifer-Dörr erneut Spitzenkandidat

ALMA setzt auf Wechselstimmung

Münster - Mit einer insgesamt 16 Kandidaten umfassenden Liste startet die Alternative Liste Münster und Altheim, ALMA, in die Kommunalwahl am 6. März 2016. Die Versammlung billigte alle Positionen einstimmig.

Vorausgegangen war seit September eine Reihe von Arbeitstreffen der ALMA-Aktiven, auf denen sowohl das Programm der grün-alternativen Liste erarbeitet als auch die Zusammenstellung vorbereitet worden war. Die Liste wird angeführt vom bisherigen ALMA-Fraktionsvorsitzenden Gerhard Bonifer-Dörr (Bündnis 90/Grüne). Auf Platz zwei folgt Dr. Karlheinz Schaub (parteilos), der die Fraktion bisher im Haupt- und Finanzausschuss des Gemeindeparlaments vertritt. Platz drei nimmt Pianka Krah (parteilos) ein. Wolfgang Stühler (Bündnis 90/Grüne), der neben seinem Mandat als Gemeindevertreter auch der Grünen-Kreistagsfraktion angehört, folgt auf Platz 4. Julian Dörr (Mitglied des Ortsvorstands von Bündnis 90/Grüne), der die Alternative Liste ALMA derzeit im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vertritt, komplettiert auf Platz fünf das Spitzenquintett.

Derzeit hat die Alternative Liste fünf Sitze in der Gemeindevertretung und mit Jan Stemme einen Beigeordneten im Gemeindevorstand. „Wir setzen darauf, dass wir 2016 angesichts der in der Gemeinde deutlich spürbaren Wechselstimmung ein starkes und gegenüber 2011 verbessertes Ergebnis einfahren. Dafür werden wir uns engagiert einsetzen,“ kündigt Bonifer-Dörr an. Mit ihrem Kommunalwahl-Programm 2016 bis 2021 knüpfe ALMA an die bisherige kommunalpolitische Arbeit an, die ihr bisweilen auch gegen die über viele Jahre dominante CDU-Fraktion Erfolge möglich gemacht habe. Und das betreffe nicht nur von der finanziellen Dimension her kleine, dennoch aber feine Kulturimpulse wie das seit 2010 bestehende Cinema-plus-Programm. Auch die Stärkung der kommunalen Kinder- und Jugendförderung durch professionelle, festangestellte Kräfte, der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung und Impulse für Ortsentwicklung und Verkehrsinfrastruktur wie Tempo-30 in den Wohnstraßen und die systematische, planvolle Entwicklung des Ortsteils Breitefeld sei den Alternativen wichtig.

Zuletzt habe die Alma dem Spitzenkandidaten zufolge erst kürzlich die Gemeindevertretung davon überzeugen können, bei öffentlichen Ausschreibungen neben den preislichen auch soziale und ökologische Kriterien verbindlich zu machen. Das sei ein wichtiger Schritt zu mehr Umweltschutz. „Leider nicht überzeugen ließen sich die CDU-Parlamentarierer davon, dass wir gemeinsam mit dem ARThaus-Verein dem alten Altheimer Rathaus wieder Leben einhauchen“, so Bonifer-Dörr. Mit dem Verzicht auf 200 000 Euro Fördergelder aus dem Topf der Europäischen Union schade die CDU der Gemeinde in erheblicher Weise: „Wir wollen das im März 2016 zur Vergangenheit machen.“

Auf den Plätzen 6 bis 10 folgen dem Spitzenquintett auf Platz 6 Wolfgang Berz und Platz 7 Jan Stemme (beide parteilos), auf Platz 8 Claudia Weber (Bündnis 90/Grüne), auf den Plätzen 9 und 10 Wolfgang Huther und Patricia Marquas (beide parteilos). Die Plätze 11 bis 16 nehmen ein: Michael Federspiel, Wilfried Weber, Maria Dörr, Birgit Balzer, Dieter Günther und Nora Dörr. Wer mit den ALMA-Kandidaten direkt sprechen will, ist eingeladen zum nächsten Ortsgebabbel am Donnerstag, 3. Dezember. (tm)

Quelle: op-online.de

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