Lärmschutz an der B26 in Altheim

„Situation hat sich verschärft“

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Bürgermeister Gerald Frank (links) und Landrat Klaus Peter Schellhass (rechts) sprachen mit den Anwohnern an der B26 in Altheim über die Lärmbelastung.

Münster - In den vergangenen Monaten, in denen auch das Logistikzentrum Fiege immer mehr Formen angenommen hat, haben Altheimer Bürger ihren jahrelangen Kampf gegen die Verlärmung ihrer nahe der B26 liegenden Häuser und Grundstücke wieder intensiviert.

Bei einem gemeinsamen Ortstermin zusammen mit Bürgermeister Gerald Frank und einem Gespräch mit betroffenen Bürgern sicherte Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) Unterstützung zu, das Lärmproblem zu lösen. Dazu wird er das Gespräch mit dem hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir suchen.

Seit Jahren warten die Altheimer auf Abhilfe. Hoffnung, dass sich etwas bewegen würde, kam im Januar des vergangenen Jahres auf, als die drei damaligen Bürgermeister Dr. Werner Thomas (Dieburg), Gabi Coutandin (Babenhausen) und Walter Blank (Münster) ein Papier zur B26 an HessenMobil schickten, das unter anderem Lärmschutz für Altheim forderte. Lange Zeit tat sich nichts. Es dauerte bis zum Dezember 2014 bis HessenMobil den Bürgern immerhin eine Verkehrszählung zusicherte, die 2015 vorgenommen werden soll. Aus diesen Werten wird der Beurteilungspegel berechnet.

Aber auch bei einem Ergebnis, das eine hohe Verkehrs- und Lärmbelastung belege, käme es keineswegs automatisch zu einer Maßnahme. „Der Autolärm der B26 nahe der Babenhäuser Straße ist unerträglich. Lärm macht krank. Ich erwarte, dass HessenMobil endlich tätig wird, um Abhilfe zu schaffen. Das Minimum wäre eine Lärmschutzwand bis zur Altheimer/Münster-Kreuzung der B26“, erläutert Gerald Frank. Aufgrund des jahrelang unveränderten Missstands fühlen sich betroffene Bürger von den Landesbehörden missachtet und sprechen gar von Überlegungen, wegzuziehen. „Das darf HessenMobil nicht auf ewig auf die lange Bank schieben“, fordert Bürgermeister Frank.

Auch Landrat Klaus Peter Schellhaas zeigt großes Verständnis für die Verärgerung der Bürger: „Eine permanente Lärmbelastung, die die B26 für die anliegenden Anwohner mit sich bringt, kenne ich aus eigener Erfahrung. Das ist nur schwer zu ertragen und die Situation hat sich in jüngster Zeit noch verschärft.“

Für die leidgeprüften Altheimer will sich Schellhaas direkt beim hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in einem in Kürze anstehenden Termin einsetzen: „Wenn man den ursprünglich geplanten drei- oder vierspurigen Ausbau der B26 nicht mit entsprechendem Lärmschutz umsetzt, müssen Einzelmaßnahmen ergriffen werden“, fordert der Landrat und ist sich in dieser Forderung mit Gerald Frank einig.

ses

Quelle: op-online.de

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