Viel Getöse um eine Magd

Laientheatergruppe „Spectaculum“ inszeniert ihr neues Lustspiel

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Und schon wieder ist ein Jahr rum: Mit „Kunigunde darf nicht sterben“ steht der nächste Auftritt von Spectaculum im November bevor.

Münster - Die Theatergruppe „Spectaculum" präsentiert im November ihre 19. Aufführung im 21. Jahr ihres Bestehens. Wieder wird von den Damen eine Komödie inszeniert. Von Michael Just 

Eigentlich sind die Magd Kathi und Kunigunde, das Schwein, von ihrem Bauernhof nicht wegzubekommen: Der Vierbeiner genießt dort sein Gnadenbrot, die Magd hat lebenslanges Wohnrecht. Doch als der Hof den Besitzer wechselt, wollen die neuen Eigner beide loswerden. Damit haben sie aber die Rechnung ohne das verschworene Duo aus Mensch und Tier gemacht. „Kunigunde darf nicht sterben“ heißt das neue Lustspiel der Theatergruppe „Spectaculum“, das im November in der Münsterer Kulturhalle gezeigt wird. Für die reine Frauengruppe stellt der Dreiakter nach Herbert Hollitzer die 19. Aufführung in 21 Jahren dar. Wie gewohnt, muss ein Teil der Laienriege, deren Mitglieder aus Dieburg, Münster, Groß-Zimmern und Schaafheim stammen, männliche Rollen übernehmen. Das ist aber kein Problem, da viele von ihnen schon auf aufgemalte Bärte und Koteletten abonniert sind. So werden Inge Fiedler, Brigitte Wagner und Dorle Schreiber auch diesmal ihre Stimmen so tief wie möglich erklingen lassen. Die passenden Kurzhaarfrisuren dazu tragen Fiedler und Wagner schon im wirklichen Leben.

Die ersten Sprechproben für das Stück begannen bereits Anfang des Jahres. Bei der Auswahl musste „Spectaculum“ nicht lange suchen: „Da einige Mitglieder von uns diesmal pausieren, brauchten wir ein Lustspiel mit kleiner Besetzung. Da waren die Möglichkeiten nicht so groß“, weiß Inge Fiedler. Standen 2015 noch neun Akteurinnen auf der Bühne, sind es diesmal nur sechs. Wie immer mit dabei ist Anneliese Kreher. Sie ist dafür bekannt und beliebt, ihre Rollen mit besonders viel Theatralik sowie „Minsderer Mundart“ auszufüllen. Wie auf den Leib geschnitten scheint ihr nun die Rolle der widerspenstigen Magd. Damit dürften Kreher schon allein mächtig viele Lacher gewiss sein.

„Kunigunde darf nicht sterben“

Mit „Kunigunde darf nicht sterben“ steht seit langem mal wieder ein Tier im Mittelpunkt. Zuvor war das beim allerersten Stück „Hahn im Korb“ der Fall. Dass der Gockel nicht krähen wollte, brachte damals die Schauspieler zur Verzweiflung und das Publikum zum Lachen. Nun rückt ein Ringelschwanzträger in den Fokus. Da passt es, dass Anneliese Kreher vor wenigen Tagen in einem Schweinestall in Münster auftauchte. Dort suchte sie sich keinesfalls einen Bühnenkompagnon aus. Stattdessen wurden Fotos gemacht, die in die Kulissen einfließen. Tierfreunden sei schon jetzt gesagt, dass kein echtes Schwein auf der Bühne grunzt. Kunigunde kommt nur in den Dialogen vor. Die haben es aber in sich und mit einer Entführung wird es sogar ein wenig kriminell.

Apropos kriminell: Bis auf wenige Ausnahmen führte „Spectaculum“ bisher vor allem Schwänke auf. Derzeit herrscht die Lust vor, mal wieder einen Krimi zu spielen, was schon im nächsten Jahr der Fall sein könnte. Freunde des Zwerchfell-Angriffs sollten sich deshalb die aktuelle Aufführung in der Kulturhalle nicht entgehen lassen.

Dafür gibt es mit Freitag, 18. November, und Samstag, 19. November, zwei Termine zur Auswahl. Beginn ist jeweils um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr). Die Karten kosten im Vorverkauf sieben Euro und an der Abendkasse acht. Die Vorverkaufsstellen in Münster sind die Metzgerei Frühwein und Schreibwaren Haus. In Dieburg erhält man Karten in der Geschäftsstelle des Dieburger Anzeigers, Mühlgasse 3, und bei der Bücherinsel. Die Anlaufstelle in Eppertshausen ist die Bäckerei Kreher.

Quelle: op-online.de

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