Langstädter Mühle

Museum bringt Lebensqualität

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Die historische Langstädter Mühle an der Gersprenz, Wirkungsstätte des Heimat- und Geschichtsvereins in Münster.  

Münster - Ein Bestandteil der Lebensqualität ist für die Einwohner von Münster das umfangreiche Vereinsleben. Für fast alle freizeitmäßigen Betätigungen gibt es einen, wenn nicht sogar mehrere Vereine. Von Peter Panknin

Viele von ihnen können inzwischen auch schon auf eine lange Tradition zurückblicken, wie zahlreiche Jubiläumsveranstaltungen im letzten Jahr bezeugten. Auch der im Zuge der Festivitäten zur 750-jährigen Geschichte Münsters entstandene Heimat- und Geschichtsverein konnte im November 2014 auf seinen zehnten Geburtstag zurückblicken. Zehn Jahre sind im Hinblick auf „Geschichte“ natürlich noch keine Zeit, daher auch keine große Feier, aber in diesen zehn Jahren hat der Verein Beachtliches auf die Beine gestellt.

Die inzwischen auf 61 Mitglieder angewachsene Gemeinschaft betreibt im Auftrag der Gemeinde Münster das Museum in der historischen Langsmühle an der Gersprenz. Zu sehen ist dort eine Dauerausstellung zur Ortsgeschichte Münsters und Altheims, die durch wechselnde Ausstellungen zur Orts- und Landesgeschichte ergänzt wird. Im vergangenen Jahr war es der Zyklus „Musik“, in dem Vereine aus Münster und Altheim ihr lange währendes musikalisches Schaffen und Wirken präsentiert haben. Dabei gab es auch regelmäßig Kostproben des augenblicklichen Leistungsstandes der einzelnen Vereine durch Darbietungen während der regulären Öffnungszeiten des Museums.

Vereine teilen sich 75 Quadratmeter

Im Jahr 2015 wird es wieder eine ergänzende Ausstellung geben. Vor dem Hintergrund des regen Vereinslebens in Münster und Altheim und in Anbetracht der Tatsache, dass in den nächsten Jahren bei einigen Vereinen Jubiläen anstehen, ist eine Ausstellung zur Geschichte des Bereichs „Sport“ geplant. Die Vereinsgründungen liegen zeitlich teilweise nahe beisammen, da sie eine gesellschaftspolitische Entwicklung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dokumentieren.

Daneben gibt es zahlreiche Vereinsgründungen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die mittlerweile auch schon auf eine Jahrzehnte lange Geschichte zurückblicken. Sieben im sportlichen Bereich tätige Vereine aus Münster und ein Verein aus Altheim werden sich an der Ausstellung beteiligen.

Die Planung und Zusammenstellung der Exponate läuft innerhalb der einzelnen Vereine, die sich den verfügbaren Raum von 75 Quadratmetern untereinander teilen, ebenso wie die bereitgestellten Vitrinen und Stellwände. Der Heimat- und Geschichtsverein steht natürlich mit den Erfahrungen aus vorherigen Veranstaltung beratend zur Verfügung.

Angestrebt ist es, die Ausstellung am Sonntag, 1. Februar, zu eröffnen. Danach wird die Ausstellung über ein halbes Jahr zugänglich sein. Das Museum ist in der Regel am ersten Sonntag im Monat geöffnet und bietet zu den Öffnungszeiten (14 bis 17 Uhr) in der Caféteria des Hauses selbst gebackenen Kuchen und verschiedene Getränke an.

Auf aktive Darbietungen des Leistungsstandes der jeweiligen Sportarten in den Vereinen muss wohl aus naheliegenden Gründen verzichtet werden, aber vielleicht lässt sich in Ergänzung zum „Sport“ etwas für den „Geist“ darbieten, nämlich in Form von Lesungen von Kurzgeschichten, wie es beim vorweihnachtlichen Beisammensein der Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins erfolgreich praktiziert wurde.

Quelle: op-online.de

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