Kleiner Muck trifft auf gestiefelten Kater

Märchen gespielt im Doppelpack

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Die drei Schulchöre sorgten für die musikalische Untermalung der Theaterstücke an der John-F.-Kennedy-Schule.

Münster - Märchen im Doppelpack servierten die Schüler der John-F. -Kennedy-Schule den der Hitze zum Trotz zahlreich erschienenen Zuschauern in der Turnhalle: „Der kleine Muck“ und „Der gestiefelte Kater“. Die Musiktheater–AG präsentierte ihre liebevoll einstudierte Show. Von Thomas Meier 

Unter der Leitung von Simone Buschmann hatte sich eine Gruppe von 20 Schülern der Klassen 2 bis 4 zusammengefunden, die sich regelmäßig einmal in der Woche trafen. Unterstützt wurden die musikalischen Passagen von den drei Schulchören unter Leitung von Odette Schleger und Simone Buschmann. Auch die Kinder der Musiktheater–Kunst-AG (Leitung Stefanie Glimm) waren fleißig und schufen die Kulissen für die großen Auftritte. Engagement zeigten auch die Eltern, die Ideen zur Kostümgestaltung beitrugen und Kleidungsstücke selbst hergestellt hatten. Sebastian Flick saß erstmals an der Tontechnik.

Kleiner Muck ganz groß auf der Bühne und unterwegs in weiter Fantasielandschaft.

Schon beim Stück „Der kleine Muck“ von Wilhelm Hauff überzeugten die kleinen Darsteller mit ihrem Spaß am Spiel, dem sie dabei vor großem Publikum allerdings auch mit angemessenem Respekt und Ernst nachgingen. Die Erzählung spielt im Orient, ähnlich der Märchen aus Tausendundeine- Nacht, was der Fantasie der jungen Schauspieler freilich kräftig entgegen kam. Bei der Geschichte selbst geht es um einen kleinen Jungen, der in seiner Kindheit einen kleinwüchsigen Sonderling, den „kleinen Muck“, kannte. Weil dieser so anders war, hänselte er ihn mit seinen Freunden zunächst wegen seiner Missgestalt, bis er von seinem Vater zur Rede gestellt und bestraft wurde. Anschließend erzählte ihm der Vater die Lebensgeschichte des kleinen Muck. Der sozial-integrative Aspekt darf in der Schule freilich nicht fehlen. In „Der gestiefelte Kater“ wird eine sprechende Mieze zum Held, ein einfachen Müllersohn zum reichen Grafen. Auch hier gibt es eine „Moral der Geschichte“. Und wenn sie nicht gestorben sind...

Quelle: op-online.de

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