Markus Degel

Münsterer will Kultdisco Tropical wieder aufleben lassen

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Der guten, alten Zeit verpflichtet: Der Münsterer Markus Degel stellt im November eine Tropical-Revival-Party mit der Musik von damals auf die Beine.

Münster - Über 20 Jahre lang machte die Discothek Tropical die Gemeinde Münster weit über ihre Grenzen bekannt. Die Autokennzeichen der Gäste verrieten von Aschaffenburg bis Hanau einen großen Einzugsbereich.

Das Ende der Kultdisco vor vier Jahren stimmt viele bis heute traurig. Der Münsterer Markus Degel (38) plant nun eine privat organisierte Revival-Party mit der Musik von damals. Wenn sie ankommt, soll die Möglichkeit öfter bestehen, gemeinsam in Erinnerungen aus den 80ern, 90ern und der Zeit danach zu schwelgen. Unser Mitarbeiter Michael Just hat mit Markus Degel gesprochen.

Wie kamen Sie auf die Idee?

Die Idee ist schon länger bei mir im Kopf. Es fehlte aber der Mut, so etwas umzusetzen. Ich bin die Sache dann angegangen, indem ich in den sozialen Netzwerken fragte, wer dabei ist. Die Resonanz war mit über 600 Zusagen überwältigend. Daraufhin habe ich mich entschlossen, es zu probieren.

Was war das Schöne am Tropical?

Zu den Hochzeiten war es immer voll, die Stimmung und die Musik gut. Man hat viele Leute gekannt. Jetzt geht es darum, dass die Gäste von einst sich wiedersehen. Die Party soll eine Hommage an die gute alte Zeit sein, die ich zurückholen will.

Dabei machen Sie beruflich doch etwas völlig anderes...

Das stimmt. Ich bin KfZ-Mechaniker, lege aber in meiner Freizeit Musik auf.

Wann soll denn die Party stattfinden?

Am 28. November in der Markwaldhalle in Langstadt.

In Münster war es nicht möglich?

Das ehemalige Tropical ist nach seinem Verkauf derzeit nicht zugänglich. Ich hatte dann die Halle des SV Münster vor Augen, was zu klappen schien. Dann kam allerdings doch noch die Absage des SV, was ich verstehen kann: Für die große Masse an Personen, die Interesse haben, sieht man die Räumlichkeiten als ungeeignet an.

Die Organisation hätten Sie sich aber nicht so schwer vorgestellt, oder?

Das war extrem. Von Roßdorf, über Dieburg bis Rödermark, hatte ich immer wieder Absagen bei den Hallen. Dazu stehen Mietpreise im Raum, die mit bis zu 1 500 Euro und noch höheren Kautionen von Privatpersonen kaum zu bezahlen sind.

Die damaligen DJ‘s, wie Werner oder Herbie, gehörten zur „Einrichtung“ der Kultdisco. Haben Sie die bekommen?

Nein, das hat leider nicht geklappt. DJ Stefan Schweizer kommt. Er legte zuletzt im Tropical auf, als die Ü30-Partys liefen.

Wie groß schätzen Sie die Resonanz?

Die Maximalzahl von 500 Personen ist in der Markwaldhalle erlaubt. Diese Zahl dürfte auch erreicht werden. Im Vorverkauf sind bereits 420 Karten weg. Damit niemand draußen bleiben muss, empfiehlt es sich, den Vorverkauf, der über mich läuft, wahrzunehmen.

Man liest in den Foren, dass die Vorfreude stellenweise enorm ist. Bleibt die Party eine einmalige Sache?

Wenn der Zuspruch passt, wird es sicherlich Fortsetzungen geben.

Was erwarten Sie sich für den Abend?

Mir geht es nicht ums Geld. Im Vordergrund steht, dass sich die Leute von damals wiedersehen. Und dass sie die Möglichkeit haben, in die Zeit und Musik von früher einzutauchen.

Da das Tropical Ende der 1980er eröffnete, dürfte der Altersschnitt gehobener sein?

Deshalb ist die Revival-Party auch strikt als Ü-30 ausgeschrieben, damit wirklich nur die Leute von damals kommen. Einige sind jetzt bereits schon über 50. Für sie gilt die Devise, dass das Leben mit 50 noch lange nicht vorbei ist.

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Quelle: op-online.de

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