Zweite Chance für urbanen Umbau

ALMA begrüßt FSV-Vorschlag für Sportzentrum am Ortsrand

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Der Mäuseberg

Münster - Nachdem das Projekt zur Erweiterung des Gersprenzstadions von Bürgermeister Gerald Frank gestoppt wurde, sieht es nun so aus, als bekäme Münster eine zweite Chance, den Mäusberg doch noch urban zu entwickeln.

Das Angebot der FSV, auf ihrem Gelände einen Sportpark zu entwickeln lässt die Politiker aufhorchen. Die ALMA sieht Möglichkeiten. „Die erste Chance zur Entwicklung des Mäusbergs zu einem attraktiven Wohngebiet und die damit verbundene Verlagerung der Sportplätze des SV Münster wurde durch teilweise horrende Forderungen einiger Grundstückseigentümer im Gebiet des geplanten Sportzentrums verhindert“, erklärt hierzu Jan Stemme von der Alternativen Liste Münster und Altheim. Neben der leidigen Diskussion um mögliche Grundstückspreise und immer wieder aufgetischter Horrorszenarien sowie gebetsmühlenartige Wiederholungen von Falschinformationen und Unterstellungen habe es die größte Fraktion der Münsterer Gemeindevertretung erreicht, falsche Erwartungen zu wecken und nichtvorhandene Probleme zu thematisieren. Das Pokerspiel einzelner Grundstücksbesitzer scheine nun beendet.

„Doch so, wie es sich derzeit darstellt, bekommt Münster wohl eine zweite Chance. Die Aussagen der Vereinsvertreter vom SV und dem FSV Münster lassen hoffen, dass sich am Ortsrand zu Dieburg hin eine neue Möglichkeit zur Eröffnung eines Sportzentrums bietet“, erklärt Stemme, berichtend, auch Dieburg habe im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit sein Interesse geäußert, an dieser Stelle ein Sportzentrum zu entwickeln, das möglicherweise auch für den TV Dieburg attraktiv erscheinen könnte.

Diese zweite Chance sei in vielen Gesprächen von Bürgermeister Frank hart erarbeitet worden, wozu auch die Alternative Liste ein wesentliches Stück beigetragen habe. Seine Fraktion habe im Parlament immer wieder auf die Bedeutung einer städtebaulichen Entwicklung des Mäusbergs hingewiesen.

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Im Mittelpunkt stehe nun, die Gemeinde Münster zukunftssicher zu entwickeln und dazu das Gelände am Mäusberg zu nutzen. Der Bau von Einfamilienhäusern, altengerechten Wohnungen und Wohneinheiten, die Integration einer Kurzzeitpflege und das Angebot eines Geschäftes zur wohnraumnahen Versorgung mit Lebensmitteln könne ein Wohngebiet schaffen, in dem alle Generationen miteinander leben könnten.

In den kommenden Gesprächen mit den entsprechenden Vereinvertretern sowie mit den Verantwortlichen in Dieburg müsse nun die Umsetzbarkeit intensiv diskutiert werden. Und im Nachsatz: „Vielleicht überlegen es sich die Grundstücksbesitzer rund um das Stadion ja doch noch mal. Noch ist es nicht zu spät, den realistischen Preisvorstellungen der Gemeinde Münster zu folgen.“

(tm)

Quelle: op-online.de

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