Arbeitskreis für Flüchtlinge gegründet

Integration erleichtern

Münster - Kriege und Unruhen gibt es derzeit in zahlreichen Ländern und viele Menschen sind auf der Flucht. Nach langen Strapazen kommen sie dann in Deutschland an, um Schutz zu suchen.

„Auch in Münster sind die ersten Flüchtlinge eingetroffen, sie kommen häufig aus Ländern wie Syrien oder dem Irak“, erläutert Olaf Burmeister-Salg, Abteilungsleiter Soziales, Kinder- und Jugendförderung.

Er ist von der Gemeindeverwaltung deshalb auch in einem neu eingerichteten Gremium vertreten, das die Flüchtlinge in die Selbstständigkeit begleiten will. „Ganz wichtig ist es, Deutschkenntnisse zu vermitteln und unsere Schützlinge möglichst schon nach ein paar Monaten in die Lage zu versetzen, Behördengänge oder Arztbesuche auch ohne Hilfe absolvieren zu können“, erläutert Burmeister-Salg und führt aus: „Zudem werden wir unsere Bürger informieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Diese Menschen sind keine Wirtschaftsflüchtlinge, sondern in ihren Heimatländern in echter physischer Not.“

Arbeitskreis aus Christen und Muslimen

An dem Arbeitskreis beteiligen sich neben der Gemeindeverwaltung Münster die christlichen Gemeinden vor Ort ebenso wie die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde, zudem Vertreter der Schulen, der Sozialverbände und des Ausländerbeirats.

„Es ist gut zu sehen, dass hier die verschiedenen Organisationen an einem Strang ziehen und wir freuen uns, wenn sich darüber hinaus noch weitere Bürger dazu bereit erklären, den Flüchtlingen ihren Start in Deutschland und speziell hier in Münster zu erleichtern“, begrüßt Bürgermeister Gerald Frank das Projekt. Konkrete Maßnahmen, die jetzt bei einer ersten Sitzung geplant wurden, sind als grundlegende Schritte gedacht, so die Begrüßung der Ankömmlinge und deren Einführung in die neuen Lebensumstände. Hinzu kommen Patenschaften für die Flüchtlinge, Sachspenden wie Fahrräder, um die Mobilität zu gewährleisten, Deutschunterricht und Anbindung an Vereine. Dafür sollen Menschen gefunden werden, die bereit sind, ein Stück des Weges mit Neuankömmlingen zu gehen.

Das nächste Treffen, zu dem auch interessierte Bürger eingeladen sind, findet am Dienstag, 10. Februar, um 20 Uhr im Rathaus statt, dann gibt es neben einem Vortrag zum Thema noch weitere konkrete Informationen.

tm

Lampedusa: Flüchtlingselend in Italien

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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