Wohnraummieten konstant hoch

Hohe Nachfrage lässt Preise steigen

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Bauplätze sind derzeit rar in Münster, auch die „Energieeffiziente Wohnsiedlung Am Mäusberg“ ist mittlerweile fast zugebaut.

Münster/Eppertshausen - In nur fünf Jahren stiegen die Immobilienpreise in der Region immens an, in Münster und Eppertshausen etwa um durchschnittlich 15 Prozent. Ein Ende der Spirale ist nicht abzusehen. Von Thomas Meier

Aktuelle Zahlen zur Entwicklung liefert das Amt für Bodenmanagement Heppenheim. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft nimmt in Zeiten niedriger Kapitalmarkt- und Hypothekenzinsen einen besonderen Stellenwert ein. Die wachsende Attraktivität von Immobilien führte in den zurückliegenden Jahren zu einer hohen Nachfrage und hatte teils starke Preissteigerungen zur Folge. Der Immobilienmarkt entwickelt sich regional unterschiedlich und ist geprägt von verschiedenen Einflussfaktoren. Aktuelle und zuverlässige Informationen aus diesem Marktsegment sind unabdingbare Voraussetzung für eine korrekte Beurteilung der Marktlage und den damit verbundenen Investitionsentscheidungen.

Der von den Gutachterausschüssen beim Amt für Bodenmanagement Heppenheim veröffentlichte Immobilienmarktbericht 2015 – Daten des Immobilienmarktes Südhessen – stellt Grundlagen und Detailinformationen für alle Marktteilnehmer der Immobilien- und Wohnungswirtschaft bereit. Im südhessischen Raum (ohne Darmstadt und Offenbach) wurden 2014 mit rund 13.900 Immobilientransaktionen rund 8,5 Prozent mehr Kaufverträge registriert als noch im Jahr zuvor. Der Geldumsatz belief sich auf 3,12 Milliarden Euro und erreichte ein neues Rekordhoch. Nachdem aufgrund der Erhöhung der Grunderwerbssteuer zum Jahr 2013 eine deutliche Verlagerung von Immobilienkäufen in das Jahr 2012 zu verzeichnen war, pendelten sich die Hausverkäufe im Jahr 2014 bei dem konstant hohen Niveau der Vorjahre ein.

Die Nachfrage nach Immobilien ist ungebrochen. Der hohen Kaufbereitschaft steht ein abgeschwächtes Angebot an wertigen Bauobjekten gegenüber. Dies führt zu Preissteigerungen, was auch die aktuellen Zahlen des Immobilienmarktberichts belegen.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

War vergleichsweise ein Einfamilienhaus in Münster, mit einem Baujahr von 1980 und einer Wohnfläche von 160 Quadratmeter, auf einem 600 Quadratmeter Grundstück, im Jahr 2010 noch für durchschnittlich 266 500 Euro zu erwerben, mussten Kaufinteressenten für eine vergleichbare Immobilie 2014 durchschnittlich 305.000 Euro zahlen. In Eppertshausen kostete ein Objekt mit den gleichen Eckdaten 2010 rund 272.000 Euro, 2014 hätte man 311.500 hinblättern müssen. Dies entspricht in beiden Kommunen jeweils einer Preissteigerung innerhalb von fünf Jahren von fast 15 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr wurde eine Preissteigerung von drei Prozent ermittelt.

Die Wohnraummieten sind in der Region im Vergleich zu den Vorjahren auf einem konstanten Niveau. So wurde eine durchschnittlich ausgestattete Wohnung, mit 80 Quadratmeter Wohnfläche und einem Baujahr von 1990, am Mietwohnungsmarkt in Dieburg im Mittel für 7,40 Euro pro Quadratmeter vermietet. Im benachbarten Münster war eine vergleichbare Wohnung bereits für durchschnittlich 7,20 Euro zu mieten. Fünf Cent drauflegen muss man in Eppertshausen.

Quelle: op-online.de

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