Neujahrempfang des Ortsvereins

SPD richtet Blick in die Zukunft

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Beim Neujahrsempfang der SPD wurden auch langjährige Mitglieder geehrt.

Münster - Damit es weiterhin Menschen in die ländlichen Regionen zieht, braucht es eine funktionierende Infrastruktur. Das und eine Vorschau auf die kommenden Monate war Thema beim Neujahrsempfang der SPD. Von Peter Panknin 

„Übersichtlicher und gemütlicher“ erschien Vorsitzendem Bernd Fritsch das Café Kulturterrasse gegenüber dem Foyer der Kulturhalle, sodass der Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Münster mit 70 Gästen diesmal dort stattfand. In seiner Ansprache gab Fritsch einen Überblick über die Höhepunkte des Ortsvereins im vergangenen Jahr, sowie einen Rückblick auf 15 Monate Amtszeit des SPD-Bürgermeisters Gerald Frank. Darin enthalten waren die Bewältigung überraschender Ereignisse aus der Vergangenheit, aber auch aus seiner Sicht gut gelungene Neuanfänge.

Der Ortsverein möchte seine Schwerpunkte in der Parteitätigkeit auf die Zukunft richten. Dazu gehören natürlich auch die notwendigen Finanzmittel, mit der eine Gemeinde ausgestattet ist und mit der sie die zukünftigen Entwicklungen bewältigen soll. Mit welchen Schwierigkeiten dies verbunden ist, stellte Gastredner Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, in seinem Beitrag, trotz des Ernstes in der Sache, humorvoll vor. Aus seinen Erfahrungen heraus wusste er zu berichten, dass angesichts klammer Kassen die kommunale Selbstverwaltung immer schwieriger wird. Aus Überzeugung legte der frühere Bürgermeister aus Mühlheim dar, dass Menschen das Gefühl brauchen, ein Zuhause zu haben, und dafür sei der ländliche Raum sehr wichtig. Die überwiegende Mehrzahl der Menschen würde dort auch gerne wohnen bleiben, wenn eine funktionierende Infrastruktur vorhanden sei.

Schelzkes Vortrag löste eine angeregte Diskussion zwischen ihm, Bürgermeister Gerald Frank und der zwischenzeitlich eingetroffenen Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, aus. Die Bundestagsabgeordnete für Darmstadt und Darmstadt-Dieburg merkte aber schnell, dass die inhaltliche Diskussion den Rahmen der Veranstaltung sprengen würde und regte an, die Themen in einer gesonderten, noch zu verabredenden Veranstaltung in Münster, zu vertiefen.

Von 1 bis 6! Noten für die Bundestagsabgeordneten aus der Region

Der Bürgermeister der Nachbarkommune Babenhausen, Achim Knoke, kam zeitig genug, um den zahlreichen Ehrungen für langjährige und verdiente Genossen aus Münster beiwohnen zu können. Insgesamt konnten sechs Mitstreiter geehrt werden. In seiner Laudatio erwähnte Fritsch Ereignisse aus den jeweiligen Beitrittsjahren der Jubilare und gratulierte gemeinsam mit Brigitte Zypries dem Ehepaar Karin und Wilhelm Maschika für 40 Jahre Parteimitgliedschaft. Ebenfalls für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Angelika Dahms geehrt, die erst kürzlich für ihr langjähriges Engagement mit dem Ehrenamtsbrief der SPD ausgezeichnet wurde.

Für eine jeweils 50-jährige Mitgliedschaft in der Partei standen Werner Herd und Georg Ludwig Funck zur Ehrung an. Herd konnte nicht anwesend sein, ihm wird die Urkunde verbunden mit Grüßen aller anwesenden Genossen von Fritsch persönlich überbracht. Der älteste anwesende Jubilar, Georg Ludwig Funck, erhielt eine Laudatio aus dem Munde des Vorsitzenden und eine Ehrennadel aus der Hand von Brigitte Zypries. Mit 89 Jahren war aber Johann Jakob Rebel ältester Jubilar, der zwar nicht anwesend sein konnte, aber für seine seit 60 Jahren andauernde Mitgliedschaft geehrt wurde.

Quelle: op-online.de

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