Ende des Jahres Werlacher Weg wieder frei

Spezialkran setzt Brückenmitte ein

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Ein riesiger Schwerlastkran hebt ein Brückenteil über die Gersprenz. Ende des Jahres wird das Projekt fertig sein.

Münster - Ein Schwertransporter rollte jetzt, von der Polizei geleitet, durch die Straßen der Gersprenzgemeinde. Anlass war der benötigte Schwerlastkran, der die beiden Mittelteile der neuen Brücke am Werlacher Weg einsetzen sollte.

„Jedes der Teile ist 55 Tonnen schwer, dafür muss schon Spezialgerät vor Ort sein“, erläuterte Ingenieur Michael Schmitt, der vom Ingenieurbüro Norbert Friedrich für die Bauüberwachung zuständig ist. Damit der Kran die Last auch halten kann, wiegt er inklusive zusätzlicher Gewichte selbst 216 Tonnen. Der beeindruckende Koloss hievte dann auch problemlos die beiden Brückenteile in die Höhe, schwieriger war da schon das zentimetergenaue Einfügen derselben an genau der richtigen Stelle. Bürgermeister Gerald Frank war bei der Aktion dabei und beobachtete das Geschehen mit großem Interesse.

Die bisherige Werlacher Weg-Brücke war schon seit Jahren baufällig, eine Sanierung war nach Auskunft der Fachingenieure nicht mehr möglich. Gleichzeitig hat das Bauwerk an dieser Stelle, insbesondere für die Landwirtschaft, eine wichtige Bedeutung. Daher wurde bei der Planung der Fahrbahnbreite von vier Metern die Dimensionierung von landwirtschaftlichen Fahrzeugen zugrunde gelegt, der Bürgersteig auf der Stadionseite wird zwei Meter breit, so dass auch Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen bequem über die Gersprenz kommen können.

Frank: „In Zukunft kann, durch die Planung des Sportparks beim Gersprenzstadion, der Brücke auch in dieser Hinsicht eine weitere wichtige Bedeutung zukommen.“ Die Gesamtkosten belaufen sich auf 380.000 Euro. Diese sind gut investiert, prognostiziert Planer Norbert Friedrich doch eine Haltbarkeit von etwa 60 bis 80 Jahren für sein Bauwerk, ein für Betonbrücken sehr langer Zeitraum. Auch Michael Mierzowski, Leiter der Bauabteilung, und seine Kollegin Gioia Meyer waren vor Ort, um sich ein Bild über die Lage zu verschaffen. „Wir sind sehr zufrieden, wie gut der Brückenbau vorangeht. Mitte September haben die Arbeiten begonnen, vor Weihnachten sollen sie abgeschlossen sein“, loben sie.

tm

Quelle: op-online.de

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