Entspannte Integrationsatmosphäre

Aus Flüchtlingscafé wird Café der Begegnung

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Während des Essens und danach: Flüchtlinge im Gespräch mit Helfern.

Münster - Aus dem Flüchtlingscafé wird das Café der Begegnung, und viele arbeiten mit an dieser Art der Integration. Von Peter Panknin 

Sowohl die Kirchen als auch der Verein Asyl und die Gemeinde unterstützen das Projekt, das derzeit 127 in Münster lebenden Flüchtlingen und vielen Bürgern dient. Nach längerer Pause kamen im Frühjahr 2015 wieder verstärkt Flüchtlinge in die Gemeinde. Im März des vergangenen Jahres war deren Zahl auf 41 angewachsen. Zu den ersten Initiativen, die zustande kamen, um Flüchtlinge bei der Integration in das Gemeindeleben von Münster zu integrieren, zählt das Flüchtlingscafé, das regelmäßig in den Räumen der Martinsgemeinde geöffnet wurde. Initiatoren und Helferinnen kamen nicht nur aus dem Kreis der evangelischen Kirche, auch Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Michael waren von Anfang an dabei. Bei Kaffee und Kuchen wurden erste Kontakte geknüpft, Kurse auf ehrenamtlicher Basis zur Unterrichtung in der deutschen Sprache kamen schnell zustande und Kleider- und Sachspenden wurden Asylbewerbern angeboten.

Sabina Kallendorf und Pfarrer Bernhard Schüpke überreichen Peter Panknin (Mitte) die bei der katholischen Kirchengemeinde Münster eingegangenen Spenden für Flüchtlinge. J Foto: p

Alles fand rege Annahme und Beteiligung seitens der Flüchtlinge, auch die Zahl der freiwilligen Helfer wuchs. Und es stieg auch die Zahl der Asylbewerber weiter an (aktueller Stand laut Landkreis 127 im Januar, Tendenz ungebrochen nach oben zeigend), sodass das Flüchtlingscafé nun auch an seine räumlichen Grenzen kam.Seit Anfang 2016 findet das bisherige Flüchtlingscafé unter dem neuen Namen Café der Begegnung in den Räumen der Aula der katholischen Kirche von St. Michael statt. Ökumenisch, wie bisher, waren Bürger und Asylbewerber eingeladen, sich kennenzulernen. Ein internationales Buffet war aufgebaut, bestückt mit kalten und warmen Gerichten aus den Heimatländern der Flüchtlinge. Ergänzt wurde es mit Kuchen nach deutschen Rezepturen, gebacken und bereitgestellt von ehrenamtlichen Helfern. Im Vorraum der Aula waren Kleider- und Sachspenden ausgelegt, die auch Zuspruch fanden. Asylbewerber aus Münster und Altheim, Helfer und Bürger aus beiden Ortsteilen kamen schnell ins Gespräch miteinander. Der Verein „Arthaus – Kunst und Kultur Altheim Münster“ nutzte die Gelegenheit der Zusammenkunft, um Asylbewerber und Flüchtlinge zu einem gemeinsamen Fotoprojekt einzuladen.

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Gleich zu Beginn der Veranstaltung überreichte Pfarrer Bernhard Schüpke gemeinsam mit Sabina Kallendorf vom Pfarrgemeinderat die bei der katholischen Kirchengemeinde eingegangenen Spenden an den Vorsitzenden des Arbeitskreis Asyl, Peter Panknin. Sein Dank gilt allen Gebenden, denn es gilt, für viele kleine Dinge im Alltag der Flüchtlinge finanzielle Unterstützung zu gewähren, sodass jede Spende willkommen ist. Ob nun Flüchtlingscafé oder Café der Begegnung, die Institution wurde und wird ökumenisch betrieben, genauso wie die gemeinsame Homepage des ökumenischen Netzwerkes der Asylkreise im Landkreis und in der Stadt Darmstadt.

Quelle: op-online.de

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