Zweites „Minsderer Bierfest“ von FSV und AGV

Von Maß bis Minigebinde

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Eröffneten das „2. Minsderer Bierfest“ (v. l.): Rosi Thalmann, Frank Völger, Thorsten Heckmann und Reinhold Krikser.

Münster - Das Bier schmeckte beim zweiten gemeinsamen Fest von FSV und AGV vorzüglich und auch kleine anfängliche Pannen taten dem Erfolg der Sause keinen Abbruch. Von Jens Dörr 

Die lokale Einfärbung steckt bereits im Namen: Das Bierfest der Freien Sportvereinigung und des Arbeiter-Gesangvereins „Eintracht“ ist kein Münsterer Ereignis, sondern ein „Minsderer“. Mit dem „Minsderer Bierfest“ traten FSV und AGV im Vorjahr erstmals in Kooperation an, die Feierlichkeiten im Ort um eine weitere zu bereichern und ein wenig die Lücke zu schließen, die der Wegfall des „Doaschde-Fests“ hinterlassen hatte. Schon die Premiere wurde gut angenommen. Diesmal, bei perfektem Wetter, setzte sich der erfreuliche Zuspruch fort.

Es war fast etwas überraschend, dass sich am frühen Samstagabend schon gegen 18.30 Uhr zusehends fast alle Bänke mit Besuchern füllten, dem eine Stunde nach hinten verlegten Bieranstich gegen 19 Uhr bereits rund 100 Gäste beiwohnten. Schließlich steht bei mehr als 30 Grad im Schatten noch nicht jedem der Sinn nach Gerstensaft, so leicht er sonst auch durch die Kehle rinnen mag.

Insofern deutete bereits der Auftakt an, dass es ein gelungenes Wochenende für die beiden Vereine werden sollte. Und das, obwohl im Vorfeld kleine Hindernisse aufgetaucht waren: Um 18 Uhr lagerte das von der Brauerei Schmucker spendierte 30-Liter-Fass, das angeschlagen werden sollte, noch im Kühlhaus und nicht auf dem Gelände der „Freien“. Das trug zur Verschiebung des Anstichs bei. Zudem wurde das für den Samstagabend verpflichtete Münsterer DJ-Duo Wicked Wilz vorab durch einen Sportunfall getrennt: Während Hendrik Wilz zunächst mit dem „Zillertaler Hochzeitsmarsch“, am späteren Abend für das jüngere Publikum aber eher mit Charts und weniger zünftigen Partymusik, zusätzlich einheizte, musste Kollege Daniel Wick das Bett hüten. Beide hatten schon 2014 musikalisch das Bierfest mitgestaltet. Das galt auch für die Chöre des AGV, die am Sonntagvormittag mit den Formationen „Da Capo“, dem gemischten Chor sowie den Männern in einer Chorgemeinschaft mit Jügesheim ihren Auftritt hatten.

Dazwischen lagen der verspätete Bieranstich, eine Feier in der lauen Sommernacht sowie der ein oder andere Hektoliter. Eröffnet wurde das „2. Minsderer Bierfest“ von Reinhold Krikser (Zweiter Vorsitzender FSV), Rosi Thalmann (Zweite Vorsitzende AGV) und dem Gebietsverkaufsleiter der Schmucker-Brauerei, Thorsten Heckmann. Zu ihnen gesellte sich am frühen Samstagabend auch Frank Völger. Dem Trainer der FSV-Fußball-Frauen wurde die Ehre zuteil, das Fass anstechen zu dürfen. Ein ungewöhnlicher, aber schöner Lohn für einen Aufstieg: Die FSVlerinnen hatten in der Vorsaison die Meisterschaft in der Gruppenliga geschafft und spielen nun in der Verbandsliga. Dort starteten sie als Prolog zum Bierfest am Samstagnachmittag mit dem ersten Saisonspiel.

Kerb und Umzug in Münster

Nach dem 2:2 gegen die SKG Ober-Beerbach ging es für die Spielerinnen rasch unter die Dusche und dann ab auf die Bühne: Da erhielten sie vom Verein unter anderem ein Shirt als Präsent für den jüngsten sportlichen Erfolg.

Im Publikum wurden von der Maß, die mit 5,50 Euro fast um die Hälfte billiger war als auf dem Oktoberfest, bis hin zu den Minigebinden („Bierprobe“ mit sechs verschiedenen Schmucker-Bieren in 0,1-Liter-Gläsern) bereits die ersten flüssigen Köstlichkeiten verzehrt, als Völger auf der Bühne demonstrierte: Er vermag nicht nur ein Team von Aufsteigerinnen zu formen, sondern auch ein geschickte Händchen am Fass anzulegen. Euphorischer Jubel „seiner“ Mädels war ihm da gewiss.

Quelle: op-online.de

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