Tanzend gegen das Verbot 

Musical Factory präsentiert „Footloose“

In „Footloose“ lehnen sich die Darsteller der Musical Factory gegen das absolute Tanzverbot in Bomont auf. - Foto: p

Münster - Die Groß-Umstädter Musical Factory gastiert am letzten Oktoberwochenende gleich zweimal mit „Footloose“ in der Kulturhalle Münster. Hauptdarsteller Benjamin Ganz als Ren McCormack und seine Mutter Brigitte, die bis 2011 auf der Bühne aktiv war, verraten in einem Interview Details aus ihrem Musical-Leben.

Brigitte und Benjamin Ganz standen etliche Male für die Musical Factory auf der Bühne.

Das Singspiel „Footloose“ erzählt die Geschichte des tanzbegeisterten Schülers Ren McCormack, der, nachdem sein Vater die Familie verlassen hat, mit seiner Mutter aus Chicago in die verschlafene Kleinstadt Bomont zu Verwandten zieht. Ren trotzt jeder Autorität, was ihm schnell die bösen Blicke der Nachbarn, aber auch die Sympathie der Dorfjugend einbringt. Bald schon erfährt Ren vom absoluten Tanzverbot in Bomont, das auf Druck des Predigers Shaw Moore, dessen Sohn nach einem Unfall ums Leben gekommen war, erlassen worden ist. Entsetzt von der mangelnden Freiheit im Ort will sich Ren nicht mit dem Status Quo abfinden. Deswegen plant er, zusammen mit Freunden, das Tanzverbot im Stadtrat anzufechten und Bomonts ersten Abschlussball zu veranstalten.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Kontakt mit der 1998 gegründeten Musical Factory?

Benjamin Ganz: Bei einem Kurs in einer Aschaffenburger Tanzschule traf ich Mitglieder der Musical Factory, die eine Vorgruppe für die Musical-Aufführungen suchten. Ich besuchte eine Probe und war sofort von der Atmosphäre fasziniert, so dass ich 2003 als 19-Jähriger begann, im Musical-Chor mitzusingen und kleine Nebenrollen zu übernehmen. Inzwischen können Interessierte an Vorsingen für die Auswahl zum Chor teilnehmen und innerhalb des Chores werden wiederum Castings für die Besetzung der Rollen abgehalten. Brigitte Ganz: „Die ersten Begegnung mit der MusicalFactory war wunderschön. In Otzberg sahen wir im Sommer 2000 unter rötlichem Abendhimmel die erste Musicalproduktion „Joseph“ – und waren begeistert.

Welches war Ihre Lieblings-Rolle?

Benjamin Ganz: Radames in „Aida“, auch weil die Musik besonders schön ist und Aida zu meinen Favoriten unter den Musicals gehört. Brigitte Ganz: Eine Nebenrolle in „Jesus Christ Superstar“. Mein Lieblingsmusical, durch das ich 2004 zur Musical Factory gekommen bin.

Wie oft proben Sie?

Benjamin Ganz: Jeden Sonntag treffen wir uns zwischen 16 und 20 Uhr und trainieren Choreografie, Schauspiel und Gesang. Darüber hinaus versammeln wir uns einmal im Monat zu einem Wochenende zum gemeinschaftlichen Proben.

Sind Sie noch aufgeregt vor den Auftritten?

Benjamin Ganz: Ja. Durch Hin- und Herlaufen hinter dem Vorhang kanalisiere ich meine Aufregung vor den Aufführungen. Sobald die Musik beginnt und sich der Vorhang hebt, ist das Lampenfieber allerdings verschwunden – nicht zuletzt, weil es dann kein Zurück mehr gibt.

Was ist Ihre größte Herausforderung?

Benjamin Ganz: Das Singen in hoher Tonlage ist die größte Herausforderung, weil ich von Haus aus eher ein hoher Bariton und in der Rolle des Ren McCormack als Tenor gefordert bin. Dazu kommt noch, dass es wichtig ist, passend zu den Bewegungen die Töne sauber zu treffen.

Was fasziniert Sie am Musicalspielen?

Benjamin Ganz: Es macht mir unheimlich viel Spaß, in unterschiedliche Charaktere und Rollen zu schlüpfen und dabei auch noch zu Singen und zu Tanzen. Darüber hinaus fasziniert mich der tolle Zusammenhalt bei der Musical Factory.

Für die beiden Vorstellungen „Footloose“ der Musical Factory am Samstag, 29. Oktober, um 20 Uhr, sowie am Sonntag, 30. Oktober, um 17 Uhr, in Münsters Kulturhalle, Friedrich-Ebert-Straße 73, gibt es noch Eintrittskarten. Interessierte können diese ab einem Preis von 20,80 Euro im Rathaus, Mozartstraße 8, im Schreibwaren-Haus Niggeling, Darmstädter Straße 6, erstehen oder online unter www.ztix.de bestellen. (rin)

Quelle: op-online.de

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