Immer wieder Ärger mit freilaufenden Vierbeinern im Feld

Naturschützer suchen Dialog mit Hundehaltern

Münster - In den vergangenen Wochen waren immer wieder Artikel und Aufrufe zum Thema freilaufende Hunde in Feld, Wald und Naturschutzgebieten in den Tageszeitungen zu lesen und in den Nachrichten zu hören.

Unabhängige Bitten von Gemeinden, Landwirten, Jägern und des Naturschutzbundes, Hunde doch während der Setz- und Brutzeit angeleint durch Feld und Flur zu führen, sind veröffentlicht worden. Großenteils bleiben die Appelle jedoch ungehört. Ein großer Teil verantwortungsvoller Hundebesitzer haben diesen Aufruf verstanden und die eigene Verantwortung für saubere Lebensmittel und den Erhalt von Flora und Fauna für eine lebenswerte, gemeindliche Umgebung erkannt. Jedoch ist diese Erkenntnis nicht flächendeckend zu beobachten. Um die Thematik einmal genauer zu beleuchten, Argumentationen auszutauschen und mögliche situationsverbessernde Maßnahmen zu ergreifen, trafen sich auf Initiative des Naturschutzbundes Münster die betroffenen Fakultäten zu einem ersten Meinungsaustausch.

„Wir müssen in erster Linie für eine fundierte Aufklärung der Bevölkerung Sorge tragen. Den meisten Hundehaltern sind die wichtigsten Gründe für den Leinenzwang schlichtweg nicht bekannt“, so die einhellige Meinung der Anwesenden 26 Vertreter der drei Interessengruppen Landwirte, Jäger und Naturschützer (LJN) .

So wurde als eine erste Maßnahme die Ausarbeitung eines Informationsflyers beschlossen. Hier sollen die wichtigsten Argumente in Kurzform „an die Frau / den Mann“ gebracht werden. Vertiefende Informationen sollen zusammengetragen und über verschiedene Medien und Informationsmaterialien zur Verteilung kommen. „Wir wollen hier nichts über das Knie brechen, aber wir müssen reagieren. Wir benötigen fundierte Problemlösungen, um dem zunehmenden Druck auf die freie Natur durch eine steigende Anzahl von Hundehaltern moderat zu begegnen.“

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Die Interessensgruppen hoffen auf einen fairen Dialog mit engagierten Hundehaltern, deren Interessen und Wünsche nicht ungehört in die Diskussionen einfließen werden. „Mit den Gemeinden der Umgebung werden wir ebenfalls den Dialog suchen. Sensibilisieren und Verständnis schaffen ist das erste Gebot auf diesem sicher längeren Weg.“ Über die Entwicklung und die Arbeit des Aktionsbündnisses LJN soll transparent weiter berichtet werden.

tm

Quelle: op-online.de

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