Umzug des Lebensmitteldiscounters

Neue Perspektiven fürs Zentrum

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Die wenig ansehnliche Ecke Darmstädter Straße / Leskerstraße soll mit dem Umzug eines Lebensmitteldiscounters und umfänglichen Umbauten schon bald wesentlich attraktiver sein. Durch Geschossbauweise wird auch Platz für Arztpraxen geschaffen.

Münster - Seit Jahren bietet das unbebaute Grundstück an der Leskerstraße neben dem ehemaligen Tengelmann ein trauriges Bild des Stillstands. Nun kommt Bewegung in die Mitte von Münsters Hauptstraße.

Die Norma-Filiale zieht um und für das Areal gibt es erste, konkretere Pläne. Sven Weißbrodt, Expansionsleiter der Supermarktkette, verkündet den Plan, dass die Münsterer Filiale im Dezember in Räumlichkeiten des jetzigen KiK-Marktes an der Darmstädter Straße ziehen wird. Dies ist aber nur ein erster Schritt. In Gesprächen haben Bürgermeister Gerald Frank und Weißbrodt an Planungen gefeilt, das Areal einschließlich des Grundstücks, auf dem das Dornheim-Gebäude steht sowie das unbebaute Eckgrundstück an der Leskerstraße, städtebaulich aufzuwerten. „Ich bin seit vielen Monaten mit Norma sowie einem zuverlässigen in der Region tätigen Investor im Gespräch, um an der Darmstädter Straße eine attraktive städtebauliche Neugestaltung zu realisieren“, erklärt Bürgermeister Frank. Die Chancen stünden gut für Münster.

Zur Aufwertung gehört auch die Verbesserung der innerörtlichen Nahversorgung, was jetzt schon mit dem Zwischenschritt des Umzugs von Norma im Dezember, nach über 37 Jahren am ursprünglichen Standort in der Darmstädter Straße 4, in den rund 200 Meter entfernten KiK-Markt erreicht wird. Seit 1979 betreibt Norma die Filiale in Münster an der Darmstädter Straße. Sie zählt damit zu einer der ersten Geschäftsstellen des 1964 in Nürnberg gegründeten Lebensmittelfilialbetriebs, der inzwischen über 1 400 Filialen in Deutschland, Frankreich, Tschechien und Österreich betreibt.

Durch den Umzug wird die Verkaufsfläche von 265 auf rund 950 Quadratmeter erweitert. Norma böte eine breite Palette an Qualitätsprodukten, sagt Weißbrodt. Auf der vergrößerten Verkaufsfläche seien die Möglichkeit nicht mehr so begrenzt. Der Einzug in die Räumlichkeiten des ehemaligen Tengelmann- und jetzigen KiK-Marktes solle nur ein erster Schritt zur Verbesserung der Nahversorgung in Münster sein. „Wir sind in der intensiven Planung eines Neubaus“, erklärt Weißbrodt. Unter Einbeziehung der benachbarten Grundstücke würden nicht nur Räumlichkeiten für eine neue Filiale, sondern auch für eine Zahnarztpraxis, ein Café sowie Wohnungen am Standort entstehen.

Um die Erweiterungspläne umzusetzen, hatte der Filialist vor rund einem Jahr das Grundstück erworben. Zusätzlich soll das Gebäude des ehemaligen Dornheim-Kaufhauses erstanden werden, um das gesamte Grundstück einschließlich der Brachfläche an der Lesker Straße gegenüber der Volksbank in einem einheitlichen Projekt entwickeln zu können. „Mit dieser Zwischenlösung der vergrößerten Verkaufsfläche erhalten die Kunden eine Vorstellung, was wir zu leisten imstande sind“, freut sich Expansionsleiter Weißbrodt, der im anschließenden Neubau die Chance sieht, sich zusätzlich zu profilieren. Spätestens 2018 soll der neue Norma-Markt in dem städtebaulich attraktiven Gebäude an der Darmstädter bezogen werden, erklärt die Gemeindeverwaltung. (tm)

Quelle: op-online.de

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