60 kleine Zweibettzimmer für Flüchtlinge auf drei Etagen

Neues Asylantenheim steht kurz vor Erstbezug

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Spät starteten die Handwerker, um das Flüchtlingsheim in Fertigbauweise dann aber rasant an die Goebelstraße zu bauen. In wenigen Tagen ist Einzug der ersten Bewohner.

Münster - Was lange währte, soll bald gut werden: Die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Goebelstraße kann in den nächsten Tagen belegt werden.

Zusammen mit der Gemeinde sowie dem Betreiber der Einrichtung und Vertretern des Kreises wird die Gemeinschaftsunterkunft heute um 15. 30 Uhr der Presse vorgestellt. Schon im Frühjahr 2015 sollte mit dem Bau für ein Obdach von 120 Flüchtlingen in Münster begonnen werden, nachdem die ersten der angekündigten Flüchtlinge zunächst im Jugendzentrum untergebracht werden mussten.

Doch zunächst gab’s keine Modulbauten (Container) mehr auf dem Markt, dann musste ein neuer Investor gefunden werden. Der suchte einen Bauherren, und als im Herbst Bewegung auf dem Baugrund hinter dem Penny-Markt in der Goebelstraße kam, der Acker geebnet und die Bodenplatte aufgebracht war, kam ein Baustopp, verhängt vom Kreisbauamt.

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Zwei Betten, zwei Stühle, ein Spind, ein kleiner Tisch – mehr geht nicht rein ins 16,5 Quadratmeter große Flüchtlingszimmer.

Es gab also schon viel zu berichten über das 1 469 Quadratmeter große Grundstück, auf dem 40 Prozent bebaut werden durften. Das Gebäude ist 42 Meter lang und zwölf Meter hoch (Parterre und zwei Stockwerke). Die 60 Zweibettzimmer sind etwa 16,5 Quadratmeter groß und bieten nicht viel mehr Platz als für zwei Betten, einen Schrank und ein Tischchen. Von außen wirkt das in Massivbauweise errichtete Gebäude mit seinen quadratischen Farbbtupfern freundlich. Gestern sollten noch die letzten Außengerüste abmontiert werden, doch der Innenausbau ist laut Projektmanager Stephen Kalliwoda noch nicht komplett abgeschlossen. In acht bis zehn Tagen sollen die ersten Flüchtlinge einziehen.

Innen gibt es in jedem Stockwerk Gemeinschaftsküchen und Gruppenräume, außen wird noch ein kleiner Spielplatz für die Kinder angelegt, und die Bauarbeiter „testen“ schon mal die Außensitzgruppen, die für die Asylbewerber aufgestellt wurden. Sollte das Haus mal nicht mehr für Flüchtlinge benötigt werden, sei es laut Investor auch gut umzufunktionieren in kleinere Sozialwohneinheiten oder aber Studentenwohnungen.

tm

Quelle: op-online.de

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