Immobilie in der Darmstädter Straße

Pläne fürs „Metropolitan“: Unten Mexikaner, oben Wohnungen

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Neue Pläne gibt es für die Immobilie mit dem einstigen „Metropolitan“ in der Darmstädter Straße: Hier sollen noch in diesem Jahr ein mexikanisches Restaurant eröffnen und die einstigen Büros in den zwei Stockwerken darüber zu Wohnungen werden.

Münster - Eine der Münsterer Immobilien mit großem, doch zuletzt ungenutztem Potenzial wird in Bälde zu neuem Leben erweckt, auch wenn sie nicht – wie zunächst geplant – zur Flüchtlingsunterkunft wird. Es tut sich was im ehemaligen „Metropolitan“ in der Darmstädter Straße. Von Jens Dörr 

Dort soll im Erdgeschoss ein mexikanisches Restaurant eröffnen. Die einstigen Büroflächen der ELIMA in den zwei anderen Stockwerken werden derzeit in Wohnungen umgebaut. Die große Gastronomiefläche im Erdgeschoss erlebte eine unstete jüngere Vergangenheit. Fünf Jahre lang betrieb eine engagierte Pächterin das „Metropolitan“, das auch den jüngeren Münsterern eine Anlaufstelle fürs gesellige Beisammensein bot. Nach ihrer überraschenden Aufgabe und einer „Flucht“ über Nacht folgten 2012 und 2013 zwei Jahre des Leerstands.

Dann vermeldete der frühere Eigentümer der Immobilie die Neuverpachtung: Ein Duo aus Mühlheim, wo es bereits in der Gastronomie tätig gewesen war, übernahm die Gaststätte, begann im Herbst 2013 mit Renovierung und Umbau und öffnete im Januar 2014 mit mehr als 100 Sitzplätzen und Sportsbar-Konzept inklusive Billardtischen. Im August vergangenen Jahres kündigten die Betreiber schließlich an, in die Betriebsferien zu gehen und Mitte September wieder zurück zu sein. Es blieb allerdings bei der Ankündigung – seither war das „Metropolitan“ wieder zu.

Das wird sich in Kürze ändern: Noch in diesem Jahr soll das Mexiko-Lokal eröffnen. Der Innenumbau läuft auf Hochtouren. Vorangegangen war der Verkauf der Immobilie an einen neuen Eigentümer. Dabei soll ein hoher sechsstelliger Betrag geflossen sein. Verhandlungen des vorherigen, im Raum Heidelberg ansässigen Eigentümers mit der Gemeinde über die Vermietung der Räumlichkeiten insbesondere über der Gaststätte als Asylbewerber-Unterkünfte waren offenbar an zu hohen Preisvorstellungen des Ex-Eigentümers gescheitert. Bürgermeister Gerald Frank zufolge ist die Anmietung von Flächen in der Immobilie zur Unterbringung von Flüchtlingen aktuell vom Tisch.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Der neue Eigentümer investiert aktuell massiv in das eingerüstete Gebäude, in dem auch die „Apfel Apotheke“ beheimatet ist und an dessen südliche Seite sich ein Dönerimbiss anschmiegt: Neben dem Gaststätten-Comeback durch einen Pächter baut der Eigentümer die früheren Büros zu Wohnungen um. Die baurechtliche Möglichkeit, dies zu tun, soll Voraussetzung für den Kauf gewesen sein. Eine Vermarktung der Stockwerke über der Gaststätte als Gewerbeflächen erschien offenbar weniger vielversprechend.

Quelle: op-online.de

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