Regenbogenschule in Altheim

Erst Zertifikat, dann die Pavillons

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Freude in der Regenbogenschule: Zum zweiten Mal wurde die „Musikalische Grundschule“ (sie hat auch den „Schwerpunkt Begabtenförderung“) vom Land zertifiziert und die seit Jahren gewünschten Container für die Nachmittagsbetreuung werden wohl bald aufgestellt.

Altheim - Gleich zwei freudige Ereignisse galt es, mit der Sommerbühne an der Regenbogenschule zu feiern. Von Thomas Meier

Zum einen ist die „Musikalische Grundschule“ nach fünf Jahren erneut vom Hessischen Kultusministerium zertifiziert worden, zum anderen ist Schulleiterin Helga Blitz nach Gesprächen im Staatlichen Schulamt und beim Landkreis „sehr optimistisch“, nach den Herbstferien die seit langem beantragten beiden Container für die Nachmittagsbetreuung in Betrieb nehmen zu können. Musik ist wichtiger Unterrichtsbestandteil in der Regenbogenschule, in der derzeit 92 Schüler von sieben Pädagogen unterrichtet werden. Musikalische Mittel finden sich auch in den naturwissenschaftlichen Fächern wieder, beispielsweise werden bei den Mathematikaufgaben auch musikalische Grundkenntnisse vermittelt und angewandt. Blitz erläuterte, dass das Schulziel, „mehr Musik von mehr Lehrern in mehr Fächern“ unterstützt wird durch Arbeitsgemeinschaften. Da gibt es ein Schulorchester, einen Chor, zwei Rockbands (eine für die Kleinen der ersten und zweiten Klasse, eine für die Älteren aus Klasse 3 und 4), und eine Musikspiele-Arbeitsgemeinschaft.

Bevor die Schulleiterin den Eltern bei der „Sommerbühne“ von der Zertifizierung und den jüngsten Projekten berichten konnte, dankte sie erst einmal für den großen Zuspruch am Mittwochnachmittag: „Schön, dass Sie hier und nicht im Freibad sind. Aber das haben die Kinder auch wirklich verdient.“ Und so wurden die Darbietungen, die einen Querschnitt des musikalischen Könnens aller Gruppen widerspiegelten, auch mit großem Beifall bedacht.

Froh dürften viele Eltern mit der Schulleiterin auch darüber sein, dass sich endlich eine Inbetriebnahme der beiden lange gewünschten Container in Klassenraum-Größe für die Nachmittagsbetreuung abzeichnet. Immerhin zweimal 60 Quadratmeter groß, sollen sie der Nachmittagsbetreuung für die Schüler dienen und werden seit rund sechs Jahren händeringend von Lehrern und Eltern angemahnt. Verbunden mit dem Aufstellen der Module wird auch der Wunsch nach der Anlage einer 50-Meter-Laufbahn entlang des vorhandenen und vielgenutzten Bolzplatzes und einer Weitsprunggrube. Probleme mit dem Platz und dem Finanzieren verhinderten bislang die Realisierung der Wünsche.

Seit sechs Jahren gibt es an der Regenbogenschule mit Schwerpunkt Begabtenförderung auch eine Nachmittagsbetreuung, die allerdings wegen der Raumknappheit an der Schule in Räumlichkeiten des benachbarten Sportvereins TSV Altheim ausgelagert werden muss. Knapp 20 Kinder der Schule nutzen die Nachmittagsbetreuung montags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr, die ein Elternverein selbst organisiert. Er hat auch die Betreuer eingestellt. Nach einem warmen Mittag-essen haben die Kinder Zeit, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Mit einem breiten Angebot an Spielen und Basteleien bemühen sich die Betreuerinnen, den Nachmittag für die Kinder kurzweilig und interessant zu gestalten. Aber eben in möblierten Vereinsräumlichkeiten, die nicht optimal sind. Und auch Landesfördertöpfe können erst angezapft werden, wenn die Betreuung einmal in schuleigener Regie läuft.

Es geht dabei auch um ein Gemeindegrundstück, auf das einmal die beiden Pavillons gestellt werden sollen. Die rund 120 benötigten Quadratmeter Grund signalisierte der Kreis, von der Gemeinde für diesen Zweck anzukaufen. Und auch für die Errichtung der 50-Meter-Laufbahn und der Sprunggrube wollten der Kreis als Schulträger und die Gemeinde Münster einen gangbaren Weg finden, betonten Bürgermeister Gerald Frank und Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann in Vorgesprächen (wir berichteten).

Nun hat die Schulleiterin signalisiert bekommen, dass der Aufstellung der Pavillons nichts mehr im Wege stehe. Spätestens ab Februar, also zu Beginn des Halbjahres, soll die Nachmittagsbetreuung dann komplett in den Pavillons laufen, die auf dem Schulhof im rückwärtigen Bereich der Schule aufgestellt werden.

Quelle: op-online.de

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