Pavillons als schöne Bescherung

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Schuldezernent und Bürgermeister signalisieren für Regenbogenschule baldige Umsetzung. Die Regenbogenschule liegt idyllisch am Altheimer Ortsrand, doch fehlt es an Raum für die Nachmittagsbetreuung und der betonplatten-Schulhof ist auch nicht kindgerecht.

Altheim - Das war mal eine schöne Bescherung für die Regenbogenschule so kurz vor dem Fest. Von Thomas Meier 

Schon die Ankündigung lässt Schulleiterin Helga Blitz frohlocken, denn endlich scheint sich etwas in der so lange gewünschten Erweiterung des Schulgebäudes Am Sportplatz um zwei Pavillons zu tun.

Christel Fleischmann, Kreisbeigeordneter und Schuldezernent des Landkreises, und Münsters neuer Bürgermeister Gerald Frank waren direkt vor den Weihnachtsferien gekommen, Vorabgespräche wegen möglicher Standorte für die beiden Container in Klassenraum-Größe, immerhin zweimal 60 Quadratmeter, zu führen. Sie sollen der Nachmittagsbetreuung für die Schüler dienen und werden seit über fünf Jahren händeringend von Lehrern und Eltern gewünscht. Zudem geht es um eine mögliche Anlage einer 50-Meter-Laufbahn entlang des vorhandenen und vielgenutzten Bolzplatzes und einer Weitsprunggrube. Beide Besucher versprachen, sich für die Erweiterungswünsche stark zu machen. „Und alles soll schon im kommenden Jahr realisiert werden“, freut sich Blitz, die seit Jahren Anträge für diese Wünsche stellte.

Seit fünf Jahren gibt es an der Schule mit Schwerpunkt Begabtenförderung eine Nachmittagsbetreuung, die allerdings wegen der Raumknappheit an der Schule in Räumlichkeiten des benachbarten Sportvereins TSV Altheim ausgelagert werden muss. 18 Kinder der Schule, in die derzeit 92 Schüler der Klassen 1 bis 4 gehen, nutzen derzeit die Nachmittagsbetreuung montags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr, die ein Elternverein selbst organisiert. Er hat auch die Betreuer eingestellt. Nach einem warmen Mittagessen haben die Kinder Zeit, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Mit einem breiten Angebot an Spielen und Basteleien bemühen sich die Betreuerinnen, den Nachmittag für die Kinder kurzweilig und interessant zu gestalten. Aber eben in möblierten Vereinsräumlichkeiten, die nicht optimal sind. Und auch Landesfördertöpfe können erst angezapft werden, wenn die Betreuung einmal in schuleigener Regie läuft.

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Bürgermeister Gerald Frank, neu mit dieser Altheimer Problemlage betraut, verspricht, in der Sache hilfreich unterstützen zu wollen. Es geht dabei auch um ein Gemeindegrundstück, auf das einmal die beiden Pavillons gestellt werden sollen. Die rund 120 benötigten Quadratmeter Grund habe Fleischmann signalisiert, von der Gemeinde für diesen Zweck anzukaufen. Und auch für die Errichtung der 50-Meter-Laufbahn und der Sprunggrube werde man sicher gemeinsam eine kurzfristige Umsetzung ermöglichen können, sagt Frank. Der neue Bürgermeister ist sicher ein Glücksfall für die Ansinnen der Schule, war er doch bis vor kurzem bei der Stiftung Deutsche Sporthilfe als Leiter der Förderung in Diensten. „24 Jahre kümmere ich mich um sportliche Belange, gerade bei der Jugend. Ich weiß, wie wichtig Schulsport in unserer Bewegungsarmen Zeit ist“, sagt der neue Verwaltungschef.

Er kann freilich nicht für die Schulinvestitionen entscheiden, Schulträger ist der Kreis. Doch kann er Fleischmann die nötigen Wege ebnen, auf dass der Schuldezernent baldmöglichst handeln kann. „Schon im Januar werde ich die Planungsunterlagen in den Gemeindevorstand bringen, dann kommt das Projekt in den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss, und noch im ersten Quartal 2015 dürfte es die Gemeindevertretung passiert haben“, glaubt Frank. Aus dem Kreisamt kam per Nachfrage unserer Zeitung die Antwort: „Bevor hier Konkretes folgt, sind Beschlüsse gemeindlicher Gremien erforderlich. Erst dann kommt der Kreis ins Spiel.“ Helga Blitz und Gerald Frank sehen dem jedenfalls schon mal sehr positiv entgegen.

Quelle: op-online.de

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