Billige Ware teuer verkauft

Rentnerpaar wird Opfer eines Betrügers

Münster - Weil sie dachten, dass ein ehemaliger Arbeitskollegen vor ihrer Tür steht, ist ein Rentnerehepaar aus Münster gestern Opfer eines Betrügers geworden.

Der Schwindler hatte vorgegeben, früher mit dem Mann zusammen gearbeitet zu haben. Als er das Vertrauen gewonnen hatte, bot er dem Ehepaar Lederjacken und Mäntel an. Zudem beteuerte er, dass es sich bei der Ware um hochwertige Kleidung zu einem Schnäppchenpreis handele. Die gutgläubigen Senioren schenkten den Worten des Gauners Glauben und kauften einige Kleidungsstücke zum Gesamtpreis von 2 500 Euro. Gemeinsam mit dem Unbekannten fuhr das Ehepaar im Anschluss zur Bank, um das Geld für die Jacken zu holen. Kaum hatte der Betrüger die Scheine erhalten, war er auch schon verschwunden. Aufmerksame Mitarbeiter der Bank verständigten die Polizei. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, hatte das Ehepaar minderwertige Ware angedreht bekommen.

Das Betrugskommissariat (K 23) hat die weiteren Ermittlungen zu dem Jacken-Verkäufer übernommen. Der Mann ist zwischen 60 und 65 Jahre alt und 1,60 bis 1,70 Meter groß. Er trägt eine Brille, und war zur Tatzeit mit einer Winterjacke, einer Stoffhose und einer Baskenmütze bekleidet. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter 06151/9690 zu melden.

Die Beamten warnen immer wieder vor solchen Schnäppchenkäufen, denen meist eine Anbahnung durch den Aufbau eines vermeintlichen Vertrauensverhältnisses vorausgeht. „Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. Und überlegen Sie: Warum sollten Ihnen Waren unter dem tatsächlichen Wert angeboten werden? Egal ob Multimedia, Messersets, Lederjacken, Teppiche oder andere Dinge: Gewinner ist immer der Betrüger“, schreibt die Polizei und rät: Auf „zufällige“ Straßenverkäufe sollte sich nie eingelassen werden. Wird jemandem doch vermeintlich günstige Ware angeboten, ist die Polizei zu benachrichtigen. Ältere Menschen sollten sich nicht eine „Gedächtnisschwäche“ einreden lassen. „Wenn Ihnen der 'alte Bekannte' nicht bekannt vorkommt, ist das nicht peinlich. Er ist Ihnen tatsächlich nicht bekannt“, heißt es abschließend. 

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chi

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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