Bürger sollen gegen Entscheid Unterer Verkehrsbehörde protestieren

SPD sammelt Unterschriften für Tempo 50 auf Altheimer Straße

Münster - Gegen den eindeutigen Willen der Gemeindevertretung und unter Zurückweisung der Einwände von Bürgermeister Gerald Frank setzte die Untere Verkehrsbehörde des Landkreises ihre Entscheidung durch: Sie versetzte das Ortseingangsschild um rund 500 Meter hin zur Ortsmitte an die Kreuzung der Altheimer Straße mit dem Werlacher Weg.

Bis zum Ortsschild ist jetzt Tempo 70 erlaubt. Dagegen will nun die SPD vorgehen. Die Partei fordert eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h zur Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer auf den parallel verlaufenden Gehwegen und beim Überqueren der L 3095, zur Lärmreduzierung und Vermeidung von Gefahren an den Ein- und Ausfahrten. „Mit einer Unterschriftenaktion für die Wiedereinführung von Tempo 50 auf der Altheimer Straße wollen wir die Untere Verkehrsbehörde auffordern, ihren Ermessensspielraum zum Wohl der Bürger zu nutzen und nicht stur nach Vorschriften und Verordnungen zu entscheiden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Bereits kurz nach Beginn der Unterschriftenaktion hätten sich mehr als 100 Bürger in die Listen eingetragen. An den Infoständen der SPD am Samstag, 27. Februar und 5. März, in Altheim von 7 bis 8.30 Uhr vor dem „Arthaus“ und in Münster von 10 bis 12 Uhr bei Edeka, sollen die Listen erneut ausliegen.

In Münster könnten zurzeit nur 25 Prozent der anspruchsberechtigten Kinder unter drei Jahren einen Krippenplatz erhalten, monieren die Genossen. Damit liege Münster weit unter dem vom Landkreis angestrebten Ziel von 40 Prozent. Die SPD Münster sorge für ausreichend Kindergartenplätze und längere Betreuungszeiten. Bestehende Angebote würde sie qualitativ weiterentwickeln und an die Bedürfnisse der Eltern anpassen, lautet ein Versprechen.

Mit der Planung von Bürgermeister Gerald Frank, den Kindergarten „Im Rüssel“ so schnell wie möglich grundhaft zu sanieren und den Bau einer weiteren neuen Kindertagesstätte zu planen, sei man auf dem richtigen Weg. Dieses Vorgehen eröffne die Möglichkeit, eine Kindertagesstätte nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen, orientiert an den Bedürfnissen von Kindern, Erziehern und Eltern zu bauen und damit den Standort Münster erheblich aufzuwerten. SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Fritsch erklärt: „Wir unterstützen die Unterschriften-Kampagne der hessischen SPD für die Abschaffung der Kitagebühren in Hessen. Wir wollen, dass alle Kinder von frühkindlicher Bildung profitieren.“

tm

Quelle: op-online.de

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