„Gesundheit der Kinder und des Personals hat Vorrang“

Schimmel: Kita „Im Rüssel“ wird geschlossen

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Münster - Wegen Schimmelbefalls muss die Münsterer Kindertagestagesstätte „Im Rüssel“ vorerst geschlossen werden.

„Die Gesundheit der Kinder und des Personals hat Vorrang vor allen anderen Dingen“, begründete Bürgermeister Gerald Frank die Entscheidung heute in einer Presseerklärung. Eine Gefährdung müsse mit allen Mitteln verhindert werden, so der Rathauschef. Die Kindertagesstätte wurde erst kürzlich durch ein baubiologisches Fachlabor in Bezug auf Schimmelpilze untersucht. Die Ergebnisse liegen der Gemeinde seit Dienstag, 28. Juli, vor und klingen zunächst positiv: Im Vergleich zu den Proben der Außenluft können in den Innenräumen der Kita keine eklatant überhöhten Werte, die diverse Aspergillen- und Penicillium-Arten nachweisen, festgestellt werden. Die Belastung der Räumlichkeiten, in denen die Kinder unter der Woche spielen, basteln und toben, mit verschiedenen Unterarten dieser Schimmelpilzgattungen käme also jahreszeitlich bedingt von außen. Für die Kita bedeutete das: Die Innenräume stellen keine gesundheitsgefährdende Belastung dar.

In diesem Zusammenhang wurde allerdings auch der Pilz „Stachybotrys chatarum“ nachgewiesen. Da er sich nicht in den Referenz-Proben der Außenluft befand, ist von einer Innenraumquelle auszugehen. Aufgrund dessen wurde gestern die unmittelbare Schließung der Kindertagesstätte angeordnet. Zudem hat die Gemeinde Münster sofort Experten beauftragt, die der Ursache der Pilzbefallung nachgehen sollen. Um den Schädling zu bekämpfen, wird die „Fogging“-Maßnahme angewendet, bei der mit heißem Nebel der Innenbereich der Kita desinfiziert wird. „Es werden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um herauszufinden, wie es dazu kam und um die Kita nachhaltig zu sanieren“, erläuterte Bürgermeister Frank. Während der Zeit der Analyse und Sanierung geht der Alltagsbetrieb weiter – jedoch nicht Im Rüssel. Die Kinder werden übergangsweise im Gersprenz-Stadion betreut.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

chi

Quelle: op-online.de

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