Schüler begegnen der Musikkultur

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Cornelia Krones und das Orchester der Aue-Schule eröffneten die Regionalbegegnung der musikalischen Schüler.

Münster - Eine Armada von Omnibussen ist vonnöten, um eine jede von insgesamt zehn Regionalbegegnungen zur Aktion „Schulen in Hessen musizieren“ zu ermöglichen. Von Thomas Meier

Und so glich gestern Morgen der Abtenauer Platz an der Kulturhalle einem Busbahnhof, der einer Großstadt würdig gewesen wäre: 550 junge Musiker aus 14 Ensembles von ebenso vielen Schulen spuckten die Menschentransporter aus. Und dies alles, um die „Hauptsache Musik“, wie das Tagesmotto lautete, zu realisieren. Das zehnte Mal richtete die Schule auf der Aue die Regionalbegegnung in Münster aus, ebenso viele Male zeichnete Cornelia Krones als Regional-Koordinatorin verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf des unbeschreiblichen Gewusels in der Halle und auf der Bühne. Für diese Leistung zollte so auch der Landesbeauftragte für „Schulen in Hessen musizieren“, Johannes Kaballo aus Frankfurt, ein dickes Lob, das in der Halle mit großem App-laus bedacht wurde.

Seit Jahrzehnten dient das große Treffen von Chören, Big Bands, Orchestern und anderen musizierenden Gruppen den beteiligten Schulen als große Plattform um zu zeigen, was im Fach Musik an den Schulen so alles geleistet wird. Doch nicht nur sollen sich die Schüler mit ihren Fertigkeiten vorstellen und demonstrieren, was sie im Unterricht oder den Arbeitsgemeinschaften lernten. In erster Linie dienen die Begegnungen dem Vergleich, dem Zuhören und Zuschauen, was die anderen Teilnehmer musikalisch im Lande Hessen auf die Beine stellen.

Noch bis zum 27. März treffen sich überall in Hessen über 100 Ensembles mit insgesamt fast 3 600 Schülern, um zu musizieren und zuzuhören. Bad Arolsen, Biedenkopf, Buseck, Frankenberg, Kassel, Michelstadt im Odenwald, Pohlheim und Wiesbaden sind Treffpunkte. „Und überall werden junge Musiker neue Anregungen für die Weiterarbeit in der Gruppe mit nach Hause nehmen“, sagte Kaballo. Regionalmanagerin Cornelia Krones lobte die Schulleitung der Aue-Schule, vertreten durch Gymnasialzweig-leiterin Gerhild Krause-Petermann, für die vielfältigen Unterstützungen der Begegnungen. Zehn Jahre helfen dabei auch der Schulförderverein und der Musikverein Münster das Treffen, das eine vielfältige Logistik voraussetze. Allen Teilnehmern wünschte sie einen intensiven und unterhaltsamen Tag in der Kulturhalle.

Der Nachwuchs aus 14 Ensembles traf sich in Münster, um zu musizieren und zu schauen, was die Musikverbände anderer Schulen des Landes so machen.

Zum Auftakt gab sich das Orchester und das Nachwuchsensemble der Schule auf der Aue unter Leitung von Cornelia Krones, Johanna Kintopf und Sabine Willand die Ehre. Intoniert wurden Mozarts Kindersinfonie, das Intermezzo aus Bizets Oper Carmen und der Slawische Tanz Nr. 8 von Dvorak. Es folgte die Bläserklasse 6aG der Geschwister-Scholl-Schule Rodgau, die unter Leitung von Tino Desogus ein Schlagermedley intonierte. Die Musiker und Sänger der Wilhelm-Busch-Schule aus Jügesheim verbanden gekonnt Musik und Mimik. Sie erzählten eine lustig anzuschauende Geräusche-Geschichte. Die Leiterinnen Alessa Länder und Sue Ferrers konnten sehr zufrieden sein. Letzteres galt auch für Annette von Falkenhausen, die die Chöre der Hirschbachschule Reinheim und der Otzbergschule Lengfeld anführte. Harmonie verströmten die Beiträge vom Chor der Goetheschule Darmstadt, der mit der Bassgruppe der Münsterer Aue-Schule auftrat. Aus Groß-Umstadts Wendelinusschule präsentierte der Chor unter Leitung von Werner Kirsch fünf Kinderlieder, bevor der Chor der Friedrich-Fröbel-Schule aus Maintal, Leitung: Monika Böttner, mit einem Kanon in die Pause einleitete.

Mit „Happy“ und „Lady Marmelade“ holte die Big Band der Geschwister-Scholl-Schule aus Rodgau schnell alle wieder in die Welt der Musik zurück. „Georgie’s Friends“ der Lichtenbergschule gaben sich unter Leiterin Krista Schulte eher rockig, bevor die Streicherklassen der Heinrich-Mann-Schule aus Dietzenbach und der Heinrich-Böll-Schule Rodgau mit traditionellen schwedischen Volksliedern und einem Blues-Rock unter Ann-Katrin Heimer und Sue Ferrers brillierten. Aus Groß-Umstadt kam die Bläserklasse des Max-Planck-Gymnasiums mit Klassischem (Leitung: Michael Schönfelder), wohingegen die Bläserklasse 6eR der Scholl-Schule Rodgau mit Filmmusik aufwartete. Schließlich gab das Orchester der Viktoriaschule Darmstadt zum Abschluss den Einzug der Meistersänger und die Meditation aus „Thais“ von Massenet. Johannes Kaballo ließ es sich nicht nehmen, allen teilnehmenden Gruppierungen Urkunden zu überreichen.

Quelle: op-online.de

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