Fest an John-F.-Kennedy-Schule

Kleine Forscher lassen’s krachen

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In der John-F.-Kennedy-Schule experimentierten jetzt Schüler, Lehrer, Eltern und Besucher gemeinsam. Und wenn etwa eine Backpulverrakete an die Klassendecke stieg, war das Gejohle bei allen Beteiligten gleichermaßen groß.

Münster - Was steckt eigentlich hinter der „Forscherwerkstatt“ in der John-F.-Kennedy-Schule? Von Thomas Meier 

Wer experimentiert dort mit was und ist das nicht gefährlich? Darüber und über noch viel mehr wissenschaftliche Themen informierte das jüngste Schulfest vor allem die vielen Hundert Besucher. Rund 480 Schüler besuchen die Klassen 1 bis 4 der Grundschule, in die neben Münsters Kindern auch die Altheimer und welche aus Eppertshausen gehen. 28 Pädagogen leiten den Unterricht in derzeit 20 Klassen. Und zwei Lehrer haben die besondere Aufgabe, je vier Stunden Unterricht pro Woche in der sogenannten „Forscherwerkstatt“ zu geben, die seit 2012 in der Schule etabliert ist.

So nimmt es nicht wunder, einmal ein ganzes Schulfest der Forschung zu widmen und den Eltern, Großeltern und Freunden der Schüler aufzuzeigen, was sich dahinter verbirgt. Die Jungforscher jedenfalls fanden es super, mit den Gästen und Lehrern einmal nach Herzenslust zu experimentieren. Anhand von Laufzetteln galt es, 30 Stationen in den Schulgebäuden und auf dem Pausenhof anzulaufen, dort zu schauen und zu staunen.

„Streichhölzer im Reagenzglas“ lautete etwa eine Anlaufstelle, „Karottenschwimmhilfe“ oder „Die schwimmende Büroklammer“ weitere. An allen Stationen wartete ein Aha-Erlebnis auf die Besucher. Das konnte physikalische, chemische, biologische oder anderer naturwissenschaftliche Ursache haben, zumeist jedoch war es verblüffend.

Da wurde spielerisch gelernt, was es mit dem Wasserdruck so auf sich hat und warum Pumpen kräftig spritzen können, warme und kalte Luft und ihre spezifischen Einflüsse wurden an Plastikflaschen verdeutlicht, ein Schnurtelefon erklärte Schallwellen, der Magnetismus kam zum Einsatz und die Backpulverrakete begeisterte auch jeden mitexperimentierenden Papa.

Die eigentliche „Forscherwerkstatt“ besteht aus mehreren Kisten mit Versuchsanordnungen und dem dafür benötigten Zubehör. Gedacht sind sie für Schülerexperimente in den Klassen 2 bis 4, und zwar in den Bereichen Mathematik, Physik, Chemie, Technik und Naturphänomene. Sie kommen in den Forscherstunden und im Sachunterricht zur Anwendung.

Die Lehrer, die mit den Kisten und ihren Inhalten betraut sind, haben sich freilich vorab spezielle Kenntnisse im Umgang mit der Forscherei erworben. Sie wissen um die didaktische Aufbereitung und auch die Gefahren, die stets mit Hexenwerk und Forschung verbunden sind.

Doch sind die schülergerechten Forschungsaufbauten freilich so gehalten, dass den jungen Neugierigen genügend Freiraum zum eigenen, selbstständigen Arbeiten gelassen wird. „Sonst würde es ihnen auch nicht solche Freude bereiten, wie ihnen das Experimentieren bereitet,“ sagt Schulleiterin Nicole Sabais. Und davon konnten sich beim Forscher-Schulfest auch alle Besucher überzeugen.

Quelle: op-online.de

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