Sechser-Peloton für die Freundschaft

1000-Kilometer-Tour nach Lastra a Signa

Münster - Mit der Verabschiedung einer Radfahrertruppe auf dem Partnerschaftsfest am 17. Juni soll ein neues Zeichen der Freundschaft gesetzt werden. Von Münster geht es mit dem Fahrrad in die Toskana als Zeichen der Verschwisterung.

Peter Danz organisiert die Radtour zu den Freunden.

Die Planungen für das Partnerschaftsfest sind in vollem Gange. Vor fast einem Jahr feierte Münster mit dem Partnerschaftsverein Lastra a Signa-Münster auf dem Rathausplatz Verschwisterung mit der nahe Florenz gelegenen italienischen Kommun.. Die Freundschafts-Fete wurde ein großer Erfolg, sodass die dafür bereit gestellten Speisen und Getränke gar nicht ausreichten. Nun ist die Verschwisterung fast ein Jahr alt und es soll erneut gefeiert werden – dieses Mal mit einem ganz besonderen Highlight: die Verabschiedung einer Radfahrergruppe, die sich am nächsten Tag auf den Weg von Münster nach Lastra a Signa macht und so eine besondere Verbindungslinie zwischen den beiden Kommunen aufzeigen will. Reine Luftlinie sind es zwischen den befreundeten Ortschaften rund 705 Kilometer, per Autoroute knappe 1 000. Wie viele Kilometer sich die Pedaleure abstrampeln werden, muss sich noch erweisen. Die Etappe via Alpen dürfte viele Impressionen zeitigen.

In einer witzigen Selbstbeschreibung kündigen sich die Radfahrer der Freundschaftstour selbst an: Es starten Michael Röhrig, der Mann mit dem markanten Bart; Spezialist für die richtige Ernährung auf dem Fahrrad unter dem Motto: „Kampf dem Hungerast“. Er ist die ultimative Lokomotive für die Flachetappen.

Otto Zeppenfelt, der Wahlmünsteraner, ist seit der Pensionierung wieder zur Sports-kanone aufgestiegen. Er sieht die Fahrt nach Lastra a Signa auch als Vorbereitung für den 24 Stunden Rad-Marathon in Kehlheim.

Siegfried Hartleif wohnt zwar in Groß-Umstadt, fühlt sich aber eng mit Münster verbunden. Schließlich hat er in eine Münsterer Familie eingeheiratet. Eigentlich ist er Marathonläufer, da es aber bis Lastra a Signa recht weit ist, nimmt er doch lieber das Fahrrad. Auch für ihn muss die Ernährung stimmen –ohne Pausen mit Cappuccino und Sahnetorten geht es nicht.

Fotos

Werner Hitzel, der rasende Mechaniker kann einen Plattfuß quasi unterm rollenden Rad reparieren. Pfeilschnell und mit Sicherheit der Bergkönig der Truppe, wird er Träger des rot gepunkteten Trikots.

Friedel Appel, der Mann aus Altheim, bringt eine große Reiseerfahrung mit und hat schon jede Menge Europa unter seinen Fahrradreifen. Als Mitglied der Gemeindevertretung ist er auch als politischer Repräsentant unterwegs.

Und zu guter Letzt startet Peter Danz, Münsterer mit badischem Blut. Er ist auch Organisator der Tour. Er sorgt dafür, dass die Pausenzeiten eingehalten werden. Gilt in Fachkreisen als Cappuccinobremse. Wer die tapfere Gruppe mit verabschieden möchte, ist zum Partnerschaftsfest am 17. Juni auf dem Rathausplatz der Gemeinde Münster eingeladen.

Ab 18 Uhr beginnt der Abend mit Live-Musik und italienischen Speisen. Delegationen aus den Partnerstädten Abtenau und Lastra a Signa haben sich ebenfalls angekündigt.

tm

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare