Hüpfen bringt Kreislauf in Schwung

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Die Deutsche Herzstiftung leitet im Projekt „Skipping Hearts“ Viertklässler der Kennedy-Schule an. Unter der Leitung von Sebastian Eisert von der Deutschen Herzstiftung und Lehrerin Gudrun Ditter beschäftigten sich Viertklässler der Kennedy-Schule mit dem Seilsprung-Projekt „Skipping Hearts“.

Münster - An Münsters John-F. -Kennedy-Schule ist die (Sport-)Welt noch einigermaßen in Ordnung; jedenfalls wenn man Sebastian Eisert glaubt.

Für die Deutsche Herzstiftung leitete Eisert an der Grundschule jetzt das Seilspring-Projekt „Skipping Hearts“, das in einer Vorführung vor Eltern und Mitschülern endete. Dabei zollte der Beauftragte der Stiftung den Münsterer Kindern, und auf Umwegen damit auch der Schule, seine Anerkennung.

Dass Laufen, Springen und Ballspielen heute längst nicht mehr zum freizeitlichen Alltag aller Kinder gehören, hat auch die Herzstiftung festgestellt und deshalb die „Skipping Hearts“ („Hüpfende/Springende Herzen“) ins Leben gerufen. Auf die Frage während des Workshops, wie sich der Münsterer Nachwuchs anstelle und ob es je nach Region Unterschiede in den Bewegungsfähigkeiten der Kinder gebe, antwortet Eisert: „Man merkt, je eher man in den ländlichen Raum kommt, desto geschickter stellen sich die Schüler an.“ In Großstädten sei er bereits froh, wenn knapp die Hälfte des Nachwuchses vernünftig Seilspringen könne. Münster zählte er bereits zum „ländlichen Raum“ – und lobte: „Sie sind über dem Durchschnitt.“

Über diese Aussage freute sich auch Kennedy-Sportlehrerin Gudrun Ditter, die das Projekt schulseitig begleitete. Aufmerksam auf das – für die Schulen kostenlose - Angebot der Herzstiftung war Schulleiterin Nicole Sabais geworden. Involviert waren die vier vierten Klassen, aus denen jeweils sieben Schüler mithopsen durften. „Wir hatten viel mehr Nachfrage“, erklärte Ditter die Tatsache, dass beim Training in der Sporthalle nicht alle Interessierten zum Zug kamen. Die anderen durften sich indes damit trösten, dass die Kennedy-Schule in Sachen Sport nicht nur auf „Leuchttürme“ wie die „Skipping Hearts“ setzt, sondern die körperliche Betätigung schon länger in den Alltag eingebaut hat. Dazu zählt nicht nur der neu installierte Sponsorenlauf, sondern vor allem die „bewegte“ Pause, in der die Schüler zahlreiche Sport- und Spielgeräte nutzen können und deren Ausgabe zudem selbst verwalten.

Für die 28 Teilnehmer der Projekts hieß es derweil primär: hüpfen, hüpfen, hüpfen. Die Seile hatte die Herzstiftung zur Verfügung gestellt, bot sie nach dem Projekt auch zum Kauf an. Einzel-, Partner- und Klassenspringen mündeten nach einigen Tipps Eiserts und reichlich Übungssprüngen in eine mit Musik unterlegte Show. Wichtiger in den Augen der Herzstiftung war allerdings der Präventionsgedanke: Das Projekt sollte einen Motivationsschub zur sportlichen Betätigung liefern. Wer schon als Kind einen gesunden Lebensstil, zu dem vor allem die richtige Ernährung und Bewegung zählen, pflege, erkranke später seltener am Herz. Die sportliche Form des Seilspringens – inzwischen oft auch als „Rope Skipping“ bezeichnet – eigne sich darüber hinaus auch gut zur Schulung motorischer Grundfähigkeiten und sorge für Ausdauer. (jd)

Rope Skipping - Hessisches Einzelfinale

Quelle: op-online.de

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