Vor dem Rathaus liegen Probefelder aus

Wie soll der Rathausvorplatz gepflastert sein?

Münster - Seit Jahren im Gespräch, soll es jetzt endlich mal etwas werden mit der Umgestaltung des Rathausvorplatzes. Von Thomas Meier 

Nachdem sich Politiker jahrelang mangels Geld in der Gemeindekasse fruchtlos überlegten, was aus dem Parkplatz werden könnte, waren jetzt die Bürger mit dem Planen an der Reihe. Nun geht es ans Eingemachte. Auf welchem Pflaster wollen die Münsterer künftig wandeln, wenn sie über den Rathausplatz gehen? Klar ist, das haben die vorangegangenen Bürgerworkshops ergeben, dass es keine grobe „Ruppelpiste“ werden soll. Zu stark waren die Bedenken der Teilnehmer der Arbeitskreise, dass „frau“ mit Stöckelschuhen auf solchem Terrain umknicken könnten oder gar Senioren bei der Fortbewegung mit Rollatoren kräftig durchgerüttelt würden.

Eine schöne platte, barrierefreie Ebene soll nach Willen der Workshopler entstehen. Und wie die letztendlich aussehen soll, dazu mögen die Münsterer nun nochmals nach Willen der Politiker ihre Meinung abgeben. So haben es jedenfalls die Ratsherren beschlossen. Zwei Firmen haben sich bereit erklärt, auf dem Rathausplatz ab 27. Mai drei Vorschläge an Musterpflasterungen auszulegen. Interessierte Bürger können das Verlegte in Augenschein nehmen und ihre Stimme abgeben, welches Pflaster sie für den Platz am schönsten finden. Dazu erhalten die Geschmacksbeteiligten während der Öffnungszeiten des Rathauses an der Pforte Abstimmungskärtchen.

Auf diesen kann laut Rathausdeutsch „der Bemusterungstyp 1, 2 oder 3 angekreuzt sowie eine Anregung/Idee notiert werden“. Das Kärtchen darf dann an der Pforte des Rathauses abgegeben oder in den Briefkasten geworfen werden. Das Architekturbüro Eichler und Schauss wird in der kommenden Bau-, Planungs- und Umweltausschusssitzung am Montag, 30. Mai, noch einmal das Gestaltungskonzept für den Rathausplatz vorstellen. Hier eingearbeitet sind die Planungen aus 2011 und die Ergebnisse der Bürgerworkshops vom Juni 2015 und April 2016 sowie aus den Gesprächen mit den Eigentümern, Gewerbetreibenden und Mietern der umliegenden Grundstücke.

Aus all diesen Anregungen und Gesprächen wurde schließlich das Gestaltungskonzept entwickelt, das der Gemeindevertretung am 13. Juni vorgestellt wurde. Nach dem erneuten Beschluss des Gemeindeparlaments können die Ausschreibungen erfolgen. Bei planmäßigem weiteren bürokratisch vorgegebenem Verlauf könnte somit „schon“ im September ein erster Spatenstich vor dem Rathaus erfolgen. Mit der Fertigstellung sei mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnitts im Jahr 2017 zu rechnen, war hierzu aus der Verwaltung zu erfahren.

Quelle: op-online.de

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