Altheim versteht sich auch ohne Kerbburschen auf zünftige Kirchweihfeiern

„Spitz Älthemer“ umrundet

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Im großer Zahl war der ausrichtende TSV beim Kerbumzug in Altheim vertreten.

Altheim - Petrus muss ein Altheimer Kerbbursch sein. Auch wenn es zur Kirchweih in Münsters Ortsteil keine echten Jahrgangsvertreter mehr gibt, die sich an die Spitze der Bewegung setzen, so strahlten gestern Nachmittag die Bürger am Straßenrand mit der Sonne um die Wette, als ein halbes Dutzend Umzugsgruppen die Gassen passierten. Von Thomas Meier 

 

Bereits am Freitag begann die dreitägige kleine, aber feine Festivität am Ort. Das Kerbantrinken fand diesmal in der Gaststätte Ozeano statt. Diese Örtlichkeit wechselt jeweils mit dem Ausrichter, deren es in Altheim drei gibt. Nach dem Fanclub Eintracht Frankfurt Altheim und der Freiwilligen Feuerwehr hatte diesmal der TSV das Vergnügen, die Geburtstagsfete der spitzen „Älthemer“ Kirche zu gestalten.

Kerbvadder Alois Lauszat hatte allerlei aus Altheim zu berichten. Und er zog dabei gut vom Leder.

Und der Turn- und Sportverein konnte dabei auf die Altheimer bauen. Wenn es schon seit einigen Jahren keine eigenen Kerbburschen mehr gibt, so doch viele Umzügler. Und unter denen gar richtige Kerbborschen, denn aus dem Nachbarort Harpertshausen reiste eigens eine Abordnung solcher Kirchweihdelegierten an. Der TSV selbst war mit zwei Zugnummern präsent, die Feuerwehr stellte zwei Abteilungen (die jungen und die alten Wehrleute) sowie das Blasorchester, die Hauptstraßengemeinschaft war in großer Zahl unter den Mitläufern und auch der MGV Altheim rückte mit einigen Manns- und Weibsleuten aus.

Der Kerbvadder stammt stets aus den Reihen des Ausrichters. Und mit Alois „Loisl“ Lauszat hatten die Turner den rechten Griff getan. Sechs lokale Themen beleuchtete die bessere Hälfte der Betreiberin des Altheimer Lädchens, wobei der humorvolle Bericht mit der nicht ganz geglückten Sanierung der Sporthalle begann und bei einem Sexvideo und einer Altheimer Großmutter endete. Sehr zur Belustigung der zahlreichen Zuhörer. Ein kleiner Vergnügungspark mit Schiffschaukel und Schießstand erfreute die Besucher, die heute nochmals einen Weinstand bei Familien Hensel aufsuchen können.

Quelle: op-online.de

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