„Zeitplan mit Verspätung“

Union kritisiert langsame Kita-Sanierung

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Das dauert: Bis Bagger, Raupe, Schippchen und Schubkarren der Kita-Kids in ihrem Sandkasten Im Rüssel wieder zum Einsatz kommen können, müssten erst einmal die richtigen Baufachleute Hand anlegen am mit Schimmel befallenen Kindergarten.

Münster - Gleich mehrfach war zur jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung am Montag die schleppende Sanierung der Kindertagesstätte Im Rüssel Thema der Debatten, obwohl sie überhaupt nicht auf der Tagesordnung stand.

Doch spielte die Union nicht nur zur Umgestaltung des Rathausvorplatzes die Kita-Karte aus. Die Ausführungen des Bürgermeisters zum Zeitablauf der Arbeiten Im Rüssel (OP vom 9. Juni: „Zum Schimmel kommt falsche Statik“) gehe für die CDU-Fraktion an der Wirklichkeit vorbei, erklärte etwa CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Schrod. Auch in einer Pressemitteilung heißt es: „Offensichtlich soll der Eindruck vermittelt werden, als sei alles im Lot. Für die CDU ist das längst nicht der Fall.“ Schrod erinnert, dass bereits im März 2015 die Gemeindevertretung einer Erweiterung der Kita zugestimmt hat: „Dieser Beschluss wurde dann aber im Februar wieder zurückgenommen. Inwieweit der Erweiterungsbeschluss vorangetrieben wurde und zusätzliche Kosten verursachte, ist offen. Übrigens: Die Erweiterung der Kita sollte Ende des Jahres 2015 fertiggestellt sein.“

Die Union kritisiert die lange Zeit, die zur Beseitigung des Schimmelbefalls verstreicht. Die Kita sei seit Juli 2015 geschlossen. Das Gutachten über den Umgang mit dem Befall durch einen Sachverständigen sei dem Parlament erst im Dezember 2015 vorgelegt worden. Schrod: „Und dann kam man plötzlich auf die Idee, den Kindergarten nicht zu erweitern. Im Februar folgte schließlich der Beschluss, die Kita so umzubauen, dass dort U3- und Ü3-Betreuung stattfinden kann. Für die CDU macht die ganze Entwicklung vor allem eines deutlich: Die Kinderbetreuung war wohl keine Chefsache.“ Vom Bürgermeister, von der SPD und der ALMA seien offensichtlich andere Prioritäten gesetzt worden.

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Ebenso unverständlich sei die lange Nutzung des Jugendzentrums als Ausweichquartier für die Kinderbetreuung. Bei der damaligen, grundlegenden Sanierung der Kita „Haus der Kinder“, die entgegen der Darstellung des Bürgermeisters keine millionenschwere Euro Aufwendung darstellte, wurde für die Kinder und die Erzieherinnen sofort für ein adäquates Ausweichquartier neben der Kulturhalle gesorgt. Und wenn nun heute bei der Kita Im Rüssel auf Mängel bei der Ausführung des Daches verwiesen werde, dann, so Schrod, „sei die Bemerkung erlaubt, die Kita wurde zu Zeiten erstellt, in der die CDU nicht die Mehrheitsfraktion in der Gemeindevertretung war.“ Die CDU werde sich dafür einsetzen, die Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder „Im Rüssel“ schnellstens zu verbessern.

tm

Quelle: op-online.de

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