Verschwisterung mit Lastra a Signa in Italien besiegelt

„Unsere Partnerschaft ist kommunale Außenpolitik“

+
Zur Verschwisterung von Münster mit Lastra a Signa in Italien wurden neben vielen Nettigkeiten auch kleine Geschenke ausgetauscht.

Münster/Lastra a Signa - In einem feierlichen und emotionalen Festakt wurde die Verschwisterung zwischen Lastra a Signa und Münster im Sitzungssaal des Gemeindeparlaments der in der Nähe von Florenz liegenden Partnergemeinde besiegelt.

Der erste Akt der Verschwisterung war am 3. Juli im Sitzungssaal des Münsterer Rathauses vollzogen worden. Die Vertreter beider Gemeinden unterstrichen die Bedeutung der Partnerschaft für den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch und die freundschaftliche Begegnung von Menschen beider Gemeinden. Es ist die zehnte Partnerschaft einer Gemeinde aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg mit einer italienischen Kommune aus der um Florenz gelegenen Region Provincia Firenze. Anlässlich des Festes „Antica fiera di Mezzagosto“ (alte Messe in der Mitte vom August), reiste unter Leitung von Bürgermeister Gerald Frank eine Delegation des Münsterer Gemeindevorstandes, der Beigeordneter Norbert Schewe, Gerhard Dahms sowie Jan Stemme angehörten, zu einem Gegenbesuch in die neue Partnergemeinde. Begleitet wurden sie vom Vorsitzenden des Partnerschaftvereins, Hans-Peter Schmücker.

Nach einigen Jahren des gegenseitigen Kennenlernens beider Kommunen unterzeichneten Gerald Frank und Lastra a Signas Bürgermeisterin Angela Bagni die Verträge. Vorausgegangen waren Ansprachen beider Seiten, die die Bedeutung der Partnerschaft und der Unterschriften auf den Urkunden hervorhoben. Frank betonte die Bedeutung einer solchen Verschwisterung für den Frieden und die Völkerfreundschaft in Europa: „Städtepartnerschaften sind kommunale Außenpolitik. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges haben Städtepartnerschaften einen großen, nicht unwesentlichen Beitrag zur Völkerverständigung und zu 70 Jahre Frieden in Europa beigetragen.“ Mit der Partnerschaft baue man an dem gemeinsamen Haus Europa weiter, das nicht auf den Euro reduziert werden dürfe. Es gehe um die Pflege europäischer Werte, die Errungenschaften der Aufklärung: „Mit unserer Partnerschaft mit Lastra a Signa und den Freundschaften, die zwischen unseren Bürgern geknüpft werden, bauen wir an unserem gemeinsamen europäischen Haus.“

Keramikschale als Überraschung

Auch Bürgermeisterin Angela Bagni unterstrich, für wie wichtig sie diese völkerverbindende Verschwisterung hält: „Mit dieser Partnerschaft möchten wir eine internationale Zusammenarbeit einleiten, die auf ein Verständnis und ein Kennenlernen der gegenseitigen Traditionen, auf Kontakte zwischen den Einwohnern, den Austausch sowie der vielfältigen Möglichkeiten aufbaut und neue freundschaftliche Beziehungen wie auch neue Möglichkeiten einer kulturellen Bereicherung entwickelt.“ In intensiven Gesprächen der Repräsentanten aus Politik, Sport, Kultur und Schulwesen wurde deutlich, mit welch großem Interesse die neuen italienischen Freunde der zukünftigen Zusammenarbeit entgegensehen. Dies zeigte sich auch beim Festakt der Verschwisterung, als Künstler aus Lastra a Signa die Münsterer Delegation mit einer schönen Keramikschale und einem Bild einer typischen toskanischen Landschaft überraschten.

Frank revanchierte sich mit einer Collage der aus dem Münsterer Stadtteil Altheim stammenden Künstlerin Jutta Scheiner, die in ihrer Collage Sehenswürdigkeiten und prägnante Bauten der beiden nun verschwisterten Gemeinden verewigte. Als Resümee stellte Bürgermeister Frank fest: „Mit Lastra a Signa hat Münster eine Partnergemeinde gewonnen, die vielfältige Möglichkeiten für einen regen Austausch auf kultureller, sportlicher und ökonomischer Ebene bietet. Trotz einer Entfernung von fast 1000 Kilometern zwischen Münster und Lastra a Signa sind wir uns sehr nah gekommen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren neuen italienischen Freunden.“

Quelle: op-online.de

Kommentare