Zirkusfreizeit bei der Jugendförderung

„Weg von Glotze und Gemotze“

Münster - 49 Kinder haben das Herbstferien-Angebot der Jugendförderung wahrgenommen: Mit der Teilnahme am Mit-mach-Zirkus Hallöchen ging für einige ein Traum in Erfüllung. Von Jens Dörr

Unter dem Motto „Krabbel-, Kriech- und Flattertiere – die Wiese sucht das Superinsekt“ boten die Kinder rund 100 Angehörigen zum Abschluss der Zirkusfreizeit eine bunte Show voller Künste.

„Lampenfieber, Rampenlicht – Applaus, Applaus, Applaus in Sicht!“ Dergestalt reimt es der Darmstädter Mit-mach-Zirkus Hallöchen in seiner Vision. „Weg von Glotze und Gemotze“, ist ein anderer Teil davon, erreicht durch ein pädagogisches Konzept aus kreativen Spielen, Begeisterung, Bewegung, Lachen, guten Beziehungen und ganz viel aufbauender Ermutigung. 49 Kindern aus Münster und Umgebung zauberte das Team um Zirkusdirektorin Antje Kiel und ihren Vater Henry damit in der zweiten Herbstferien-Woche ein Lächeln ins Gesicht. So viele Kids – die meisten von ihnen im Grundschulalter – nahmen an der ersten Zirkusfreizeit der Münsterer Kinder- und Jugendförderung teil.

„Dieses Projekt bringt uns beim Ausbau des Münsterer Ferienprogramms wieder einen Schritt weiter“, meinte während der Freizeit Kristina Löbig, Mitarbeiterin des Fachbereich Soziales sowie Kinder- und Jugendförderung im Münsterer Rathaus. Den Zuspruch bei der Premiere der Kooperation mit Hallöchen bewertete sie als gut: „Wir freuen uns, dass dieses Angebot so erfolgreich ist.“ Jeweils sechs Stunden lang hatten die Kinder von Montag bis Freitag die Gelegenheit, im Rahmen der kostenpflichtigen Freizeit in der Gersprenzhalle verschiedene Zirkuskünste auszuprobieren. Am Freitagnachmittag folgte an selber Stelle dann auch die große Abschlussvorstellung, zu der etwa 100 Angehörige gekommen waren.

Mit den vielfältigen Darbietungen im Bereich des Balancierens, artistischen Turnens und auch der Clownerie zogen die Kinder das Publikum mit ihrer farbenfrohen, musikalisch professionell unterlegten Show in ihren Bann. Unter dem Motto „Krabbel-, Kriech- und Flattertiere – die Wiese sucht das Superinsekt“ durften sich die Artisten als Marienkäfer, Spinnen oder Fledermäuse verkleidet dem Votum einer Jury stellen. Die Wahl fiel ob der gut einstudierten Künste freilich nicht leicht. Die Zuschauer steigerten sich über den normalen Applaus und den „Zirkusapplaus“ bis hin zur höchsten Klatsch- und Trampelstufe, dem „Mit-mach-Zirkus-Hallöchen-Applaus“.

Die Kinder waren ihrerseits mit Feuereifer dabei. Antje und Henry Kiel umreißen das Tolle für junge Menschen an der Manege so: „Zirkus fasziniert beinahe jedes Kind. Wenn Kinder selber Zirkus spielen dürfen, geht meist ein großer Traum in Erfüllung: In Kostüme und exotische Rollen schlüpfen. Eigene, kleine Geschichten erfinden. Ausgefallene Kunststücke auf außergewöhnlichen Geräten einüben. Zur Präsentation in die Manege, ins Rampenlicht treten. Da beginnt es, unter ihrer Haut zu prickeln.“ Angesichts des recht großen Zuspruchs beim ersten derartigen Ferienangebot der Münsterer Kinder- und Jugendförderung ist es nicht auszuschließen, dass auch im kommenden Jahr Dutzende Sechs- bis Zwölfjährige die positive Aufregung beim Mit-mach-Zirkus erfahren dürfen.

Quelle: op-online.de

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