Werbefilm für unberührte Natur

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Monumentale Filmszenen und sinfonische Musik begegnen sich bei „Planet Erde - Live in Concert“.

Frankfurt - Die Produktion „Planet Erde - Live In Concert“ kommt im Februar in die Frankfurter Festhalle. Begleitet von dem 80-köpfigen „The City of Prague Orchestra“ sind dann die spektakulärsten Szenen der preisgekrönten BBC-Serie „Planet Erde“ auf großer Leinwand zu sehen. Von Thomas Ungeheuer 

Max Moor moderiert das Geschehen. Der Delfin ist der wohl beliebteste aller Meeresbewohner. Er ist intelligent, elegant und schnell. Auch gilt er als soziales Wesen. Freilich fürchten ihn unter Wasser jene, die er zum Überleben braucht. So sieht man das Säugetier in der zweiten Sequenz der Film-Show „Planet Erde - Live in Concert“ denn auch bei der täglichen Nahrungssuche.

Zu verfolgen ist die Episode mit dem Titel „Fische fangen“ auf einer 240 Quadratmeter großen Leinwand, begleitet von sinfonischen Klängen. Ebenso kann das Publikum beobachten, wie junge Eisbären, Kaiserpinguine und Mandarin-Enten ihre ersten Schritte ins Leben wagen, tausende Elefanten durch die Kalahari-Wüste wandern, sich ein scheuer Schneeleopard in freier Wildbahn bewegt oder Jungfernkraniche den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest, überfliegen. Ein filmischer Blick hinter die Kulissen verrät den Zuschauern, wie die Natur- und Tierdokumentation entstanden ist. Technischen und organisatorische Aspekte spielen eine große Rolle, wenn der Wechsel der Jahreszeiten im Zeitraffer eingefangen wird oder die Kamera in die tiefsten Höhlenwelten der Erde vordringt.

Alle Filmbilder, die während der insgesamt zwölf Sequenzen zu sehen sind, entstanden während fünf Jahren, in denen vierzig Kamerateams an etwa zweihundert Drehorten unterwegs waren. 2008 kam der Dokumentarfilm „Unsere Erde“ ins Kino, der aus den entstandenen zehntausend Stunden Filmmaterial zusammengeschnitten worden war. Erstmals 2010 live mit großem Orchester aufgeführt, kommt diese Show jetzt auch nach Deutschland.

Während in der BBC-Serie die Musik im Hintergrund bleiben musste, weil die Filmbilder durchweg kommentiert wurden, stehen bei „Planet Erde - Live In Concert“ die Bilder und die Musik im Vordergrund. Max Moor wird dabei als „Bindeglied“ zwischen den einzelnen Episoden auftreten und das Gezeigte erläutern, damit man „die Bilder besser interpretieren kann“. Der gebürtige Schweizer freut sich auf seine Rolle als „Gastgeber“, der sich seine Texte „selbst ausdenken“ wird. Moor, der als Buchautor, Schauspieler und Moderator von Kulturmagazinen im Fernsehen bekannt geworden ist, freut sich vor allem darüber, dass in der Festhalle ein Orchester die von George Fenton eigens komponierte Musik spielen wird.

„Für mich ist diese unglaubliche Vielfalt beglückend, die man hier bestaunen kann,“ sagt Moor. „Planet Erde - Live In Concert“ sei „ein Werbefilm für diesen Planeten. Man sieht ihn noch einmal in der Pracht, die er jetzt noch hat“. Allerdings gibt Moor auch den Hinweis, dass die Show nicht unbedingt für ein junges Publikum geeignet ist. Ein Kind sollte wissen, dass „sich Tiere von einander ernähren. Oder es hat eben Eltern, die bereit sind, solch eindrucksvolle Szenen aufzufangen.

Quelle: op-online.de

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