„Gemeinsam mit Behinderten“ erhält 117.500 Euro Spenden

24-Stunden-Lauf: Neuling OCR auf erstem Platz

+
Freude über den zweiten Platz: Die Läufer „Run 4 Fun“ aus Rödermark legten 882 Runden zurück.

Dudenhofen - Die 35. Auflage des 24-Stunden-Laufs von „Gemeinsam mit Behinderten“ brachte einen zuvor angekündigten Premierensieg, ein trotz leichten Rückgangs erneut stolzes Spendenergebnis und hohe Temperaturen, die den Teilnehmern alles abverlangten.

Mit voller Kraft starteten die Läufer am Samstagmittag. 24 Stunden später waren 117 500 Euro in der Spendenkasse.

Großen Worten ließ die Mannschaft Obstacle Course Racing (OCR) Frankfurt große Taten folgen. Stadionsprecher Matthias Ott verriet bei der Siegerehrung, dass die Gruppe bei der Anmeldung gleich für ihre erste Teilnahme am 24-Stunden-Lauf den Sieg als Ziel ausgegeben hatte. Große Sprüche hatten vor ihnen schon viele gemacht. Doch die Mitglieder von OCR, die viermal die Woche gemeinsam für Hindernisläufe, Volksläufe und Marathonteilnahmen trainieren, setzten ihre Vorgabe eindrucksvoll um. Mit 905 Runden reichte es zum ersten Platz vor Run 4 Fun (882) und „Die Allerscheenste“ des TSV Dudenhofen (866), die im vergangenen Jahr Zweite geworden waren. Am Sonntagmorgen um 7 Uhr hatten OCR und Run 4 Fun noch gleichauf gelegen, dann zog OCR davon. Auf den Plätzen vier und fünf folgten „ehemals Kirchenchor Cäcilia“ (860) und „GOS-Busters“ (850).

Bei der Ehrenrunde zum Schluss war sogar ein Baby dabei.

Insgesamt waren 38 Zehner-Teams und vier Einzelstarter mit dabei. Mit ihrem Einsatz motivierten die Sportler einmal mehr die Zuschauer, ihre Geldbeutel zu öffnen. 117.500 Euro kamen an Spenden zusammen. Das ist etwas weniger als im vergangenen Jahr, als 130.000 Euro gespendet wurden. Der leichte Rückgang kam für die Organisatoren nicht überraschend. „Wir wussten im Vorfeld, dass es etwas schwieriger würde mit den Spenden. Wir haben vorher gesagt, wenn wir 100.000 Euro erreichen würden, wäre das schön. Das hat ganz gut geklappt“, meinte Lothar Mark von der Stiftung „Gemeinsam mit Behinderten“ (GmB). Wie es eine schöne Tradition ist, gingen die Spendenzahlen in der letzten Stunde wieder deutlich nach oben. Mit dem Geld zahlt GmB erneut einen Teil der Hypothek für das zweite Haus Emmanuel ab. Die 117.500 Euro aus diesem Jahr kommen zu den 2,86 Millionen Euro hinzu, die zuvor in der langen Historie des 24-Stunden-Laufs gespendet wurden.

Einen großen Anteil am Spendenergebnis hatte das Rotary-Dream-Team, das in der Spendenwertung erneut deutlich vorne lag. Der Rotary-Club Rodgau verdoppelt traditionell die Spenden, die das eigene Team erläuft. Mit 24.748 Euro lagen sie deutlich vor den Leichtathleten des JSK Rodgau (3 220) und dem Team „Geht so“ des JSK Rodgau (2 575). Platz vier in dieser Wertung belegten die Montagsläufer mit 2 405 Euro.

Die Montagsläufer wurden besonders gewürdigt, war es für die Gruppe doch die 30. Teilnahme am 24-Stunden-Lauf. 23 697 Runden sei man in den 30 Jahren gelaufen, verriet Gruppenchef Helmut Jung. Unter den Teilnehmern war in diesem Jahr auch eine aus Flüchtlingen aus Syrien, Äthiopien, Irak und Afghanistan bestehende Mannschaft der Flüchtlingshilfe Obertshausen, das Team Yallah.

Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die Teilnehmer am Samstag von HR-Moderator Tobias Kämmerer auf die Strecke geschickt worden. Zuvor war bereits der Kinderlauf mit 160 Teilnehmern über die Bühne gegangen. Damit es keine allzu staubige Angelegenheit wird, hatten die Organisatoren die Strecke während der 24 Stunden insgesamt fünf mal gewässert. Ein großes Lob der Vertreter von „Gemeinsam mit Behinderten“ ging wieder an die vielen Helfer und die Gruppen, die das Programm bereichert hatten. Am Samstag etwa gab es Live-Musik bis Mitternacht. ey

Quelle: op-online.de

Kommentare