Heinrich-Böll-Schule verschiedet Schulabgänger

Noten zählen nicht allein

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„Final Masquerade“: Ann-Kathrin Bayer (links) und Melanie Conrad hatten für ihren Showtanz ein halbes Jahr lang geübt.

Nieder-Roden - Eine reife Leistung zeigten die Schulabgänger der Heinrich-Böll-Schule (HBS): 67 Prozent der Zehntklässler können nun die gymnasiale Oberstufe besuchen.

„Das ist die beste Zahl, seit ich hier an der Schule bin“, freute sich Schulleiterin Andrea Haus über den hohen Anteil der Zulassungen zur Oberstufe. Ein Drittel der Zehntklässler hat nun den „normalen“ Realschulabschluss in der Tasche. Unter den Neuntklässlern erreichten viele den qualifizierenden Hauptschulabschluss. Allerdings verlassen auch einzelne Schüler die HBS ohne Abschluss. Den besten Notendurchschnitt im gymnasialen Bildungsgang erhielten die Geschwister Leonard und Theresa Hußke mit 1,16. Jasmin Paul steht mit 1,8 an der Spitze der Abgänger mit dem qualifizierenden Realschulabschluss, der ebenfalls zum Besuch der Oberstufe berechtigt. Den besten qualifizierenden Hauptschulabschluss erreichte Rabia Rustamzada.

14 Schulabgänger der Heinrich-Böll-Schule erhielten eine Auszeichnung des Schulfördervereins. Vier von ihnen wurden für herausragende Noten geehrt, zehn für soziales Engagement.

Für besonderes Engagement wurden zehn weitere Schulabgänger geehrt: Robin Betzel, Jacqueline Döpkemeyer, Sarah Gröger, Marvin Hoffmann, Jana Kissel, Niklas Kühnl, Jasmin Mauer, Matthias Möbius, Larissa Ruhmann und Jan Schöneweg. Neben Allgemeinbildung, Fachwissen und Methodenkompetenz stehe in der HBS die Entwicklung der Persönlichkeit im Mittelpunkt, betonte Schulleiterin Haus. Es sei gut, dass die jungen Leute nicht nur an ihre Karriere dächten. Auch Freundschaft, Familie und Nachhaltigkeit seien ihnen wichtig. Erfolg im Leben hänge nicht davon ab, wer in der Schule am schnellsten rechnen konnte, sagte die Schulleiterin: „Im Berufsalltag zählen auch andere Fähigkeiten und Eigenschaften, die über schulische Noten nur bedingt erfasst werden.“ So sei Kooperation nicht nur im Arbeitsleben wichtig, sondern stärke auch die demokratische Gesellschaft. Ihr Aufruf zum Schluss: „Sagt Ja zu den Aufgaben, die man euch stellt, aber werdet keine Jasager.“

Bilder zum Abschlussball der Heinrich-Böll-Schule

Zum zweiten Mal fanden die Abschlussfeiern nicht im Bürgerhaus, sondern in der Schule statt. Bühnenvorhänge und eine durchdachte Dekoration verwandelten die Pausenhalle in einen Festsaal. Das grüne Außengelände bot viel Freiraum, um in kleinen Gruppen Abschied zu feiern. Beim Abschlussball unter dem Motto „Final Masquerade“ boten die Schulabgänger gut anderthalb Stunden Bühnenprogramm mit Klassikern wie „Wetten dass“ und „Lehrerspiele“. Bei den Tänzen durfte auch ein Männerballett nicht fehlen. Den „Oscar“ verliehen die Absolventen unter anderem an den coolsten, bestgestylten und strengsten Lehrer, aber auch unter großem Beifall für die verrückteste Lehrerin.

eh

Quelle: op-online.de

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