Emotionale Momente am Ende der Schulzeit

Abiball der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Heusenstamm

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Eine lange Schlange am Büfett: Die Martinsee-Halle war mit viel Weiß dekoriert - von den Stühlen über die Tischdecken bis zu den abgehängten Stoffbahnen.

Rodgau - Wo kann man eigentlich mit bis zu 800 Personen in Rodgau unter einem Dach feiern? „Gar nicht“, war die ernüchternde Erkenntnis des Abiball-Komitees der Claus-von-Stauffenberg-Schule.

Abermals entschieden sich die Schüler der gymnasialen Oberstufe zum Ortswechsel und feierten im Kultur- und Sportzentrum Martinsee in Heusenstamm. „Wir sind sehr dankbar, dass wir hier sein dürfen“, berichteten Elisabette Schwab und Angelika Pazer vom Komitee. Der Abi-Jahrgang 2014 hatte in einer Hochzeitshalle in Hanau gefeiert, die er erst nach langer Suche gefunden hatte.

Mit 194 Abiturienten war der Abschlussjahrgang dieses Mal zwar rund ein Drittel kleiner als im vergangenen Jahr, die Organisation aber keineswegs dadurch einfacher: Bereits beim gemeinsamen Gruppenfoto gab es für die aufgeregten Eltern keine Chance, einen akzeptablen Schnappschuss zu ergattern. Der eigens engagierte Fotograf war ihnen zuvorgekommen und ließ ihnen keine Chance. Auch sonst war am Anfang des Abends der Wurm drin. Das sorgte für eine Verspätung von anderthalb Stunden bis das Rahmenprogramm begann und das Büfett eröffnet wurde.

Verdienten Beifall erhielten die Tanzgruppen für ihre Auftritte.

Davon abgesehen war der Abiball eine sehr emotionale Veranstaltung. Etwa an jenem Moment, als die Moderatoren des Abends alle Abiturienten baten, kurz aufzustehen und sich umzublicken: „Das sind die Menschen, die euch die letzten zwölf Monate begleitet und unterstützt haben.“ Mit einem lauten „Danke!“ zollten die jungen Erwachsenen ihren Eltern, Großeltern, Verwandten, Lehrern und Bekannten jene Aufmerksamkeit, die ihnen zustand.

Neben einem Auftritt der Band „Thinkin Bricks“ aus Rodgau sowie einer Solo-Performance von Katharina Korte, die „Empire State of Mind“ und „If I Ain’t Got You“ von Alicia Keys sang und sich am Klavier begleitete, konnten sich die Abiturienten ein letztes Mal untereinander austauschen und die Erfahrungen der letzten Monate gemeinsam Revue passieren lassen.

Trotz der überwältigenden Hitze, die sich im Festsaal gestaut hatte, hatten sich die Abgänger für eine sehr festliche Garderobe entschieden. Dem Anlass entsprechend wurde auch getanzt, etwa bei den Auftritten der Tanzgruppen „Zombies“ und „Kittys Crew“, die zu Musik mit kräftigen Bässen ihre beachtlichen Choreografien vortrugen.

Der Höhepunkt des Abends war jedoch ein „Special Act“, der sich als Männerballett der Extraklasse entpuppte. Die Jungs des Abschlussjahrgangs wussten durch Charme, Humor und Feingefühl beim Publikum zu punkten und durften gar eine Zugabe präsentieren. Ihre Choreografie verdankten sie nicht zuletzt Angelika Pazer aus dem Abiball-Komitee.

Nach diesem letzten Programmpunkt hieß es für die älteren Semester langsam den Heimweg anzutreten – immerhin wollten 194 Abiturienten beim Feiern unter sich sein. Vor allem aber feierten sie sich selbst. (kn)

Abiball der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Rodgau

Quelle: op-online.de

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