Notenschnitt von 1,0 bis 3,7

Zeugnis für 205 Stauffenberg-Abgänger

+
Christine Starke, Lisa Fischer und Celina Fuhr lockerten das Programm mit Musik von Saint Raymond auf, Fabian Schäfer spielte ein Medley auf dem Klavier.

Dudenhofen - „Immer blau und trotzdem schlau!“ ist natürlich ein höchst hintersinniges Abi-Motto.

Die 205 Abgänger der Claus-von-Stauffenberg-Schule dachten wahrscheinlich zuerst an den verdienten Genuss alkoholhaltiger Getränke nach bestandener Prüfung und an die Sendung mit der Maus, in der Käpt’n Blaubär und sein Maat Hein Blöd die Lebensweisheiten zweier Seeleute unters Fernsehvolk bringen. Rektorin Dagmar Emmerich hatte indes in anspruchsvoller Jugendliteratur ein Beispiel für blau und schlau gefunden: Walter Moers’ „Die dreizehneinhalb Leben des Käpt’n Blaubär“. Der trifft in einer skurrilen Welt auf ebensolche Fabelwesen und einen genialen Wissenschaftler. Er habe abenteuerlichste Situationen dank seiner Schlauheit gemeistert, sagte Dagmar Emmerich und zog die Parallele zu ihren nunmehr Ex-Schülern: „Sie sind wie Käpt’n Blaubär gereift und haben Lebensabschnitt für Lebensabschnitt erfolgreich abgeschlossen.“ Über die drei Jahre Oberstufe hinweg habe sie die jungen Leute als einen „sehr verantwortungsbewussten und gut organisierten Jahrgang“ kennengelernt.

Lucia Schmitt, die Sprecherin der Abiturienten, rief ihren Mitschülern nicht nur jene 5 040 Unterrichtsstunden, die sie seit August 2013 an der Stauffenberg-Schule absolviert hatten, ins Gedächtnis zurück. Dazu kamen Studienfahrten und Freundschaften, die sich über Mathe und Powi hinaus entwickelten, und „die Erkenntnis, dass Lehrer auch nur Menschen sind.“ Viel herzhaftes Gelächter gab’s für Lucia Schmitts Anekdote über einen Pädagogen, der mit weißen Handschuhen, Krönchen und Perücke für das Abi-Buch Modell stand.

XL-Galerie: Abiball der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Rodgau

Der Notendurchschnitt der 205 Abiturienten lag zwischen 1,0 und 3,7. Jeder Zehnte hatte einen Schnitt, der besser als 1,5 war: Tobias Jan Wieczorek (1,0), Yannik Niklas Dietz, Lisa Oed (1,1), Leonie Hügemann, Felix Jonas Keller, Elise Özalp, Sophia Paulina Ruth Rose (1,2), Aimee Celin Francis, Merle Sauer, Nils David Schütte (1,3), Lisa Anna Fischer, Fabian Hock (1,4), Philipp Baumann, Lisa Enders, Roman Maluki, Laura Moraw, Jan-Eike Rossius, Alicia Rücker und Michelle Sattler (1,5).

Für herausragende Leistungen in Physik zeichnete die Schulleitung Philipp Baumann, Timo Eisenhut, Fabian Hock, Felix Keller, Nils Schütte, und Tobias Jan Wieczorek aus. Den Titel eines „Qualifizierten Abiturienten“ tragen Marcel Jung, René Kalla und Maximilian Politz. Philipp Baumann erhielt zudem den Abiturpreis der Gesellschaft deutscher Chemiker; Tobias Jan Wieczorek gewann den gleichen Preis in Mathe. (lö)

Quelle: op-online.de

Kommentare