Änderungen bei ZmB

Alois Schwab verlässt Wahlverein

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Alois Schwab (rechts), hier mit der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD).

Rodgau - Beim Wählerverein „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) gibt es markante personelle Veränderungen. Mit dem ehemaligen Bürgermeister Alois Schwab verlässt ausgerechnet der Anlass der Vereinsgründung ZmB.

Der Verein hatte sich im Juni 2008 zusammengeschlossen, um den damals von seiner früheren Partei (CDU) nach erbittertem Streit geschiedenen Schwab als unabhängigen Kandidaten im Bürgermeisterwahlkampf zu unterstützen. Schwab verlor knapp mit 132 Stimmen gegen seinen inzwischen für eine zweite Amtszeit gewählten Mitbewerber Jürgen Hoffmann (SPD).

Der aktuelle ZmB-Vereinsvorsitzende Horst Böhm bestätigte gegenüber unserer Zeitung: „Alois Schwab und seine Familie haben sich abgemeldet.“ Schwab, der zuletzt Zweiter ZmB-Vorsitzender war, mache dafür in einer E-Mail persönliche Gründe geltend. „Er ist die meiste Zeit beruflich nicht mehr in Deutschland, sondern in Korea. Damit hat er an Einfluss und an Gestaltungsmöglichkeiten verloren. Er kann ZmB nicht mehr so unterstützen, wie er das möchte“, erläuterte Böhm. Alois Schwab selbst war gestern Nachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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Im ZmB-Vorstand wird es noch weitere Änderungen geben. Horst Böhm kündigte gegenüber unserer Zeitung an, er habe vor, bei der Mitgliederversammlung am 12. Mai nicht mehr für den Vereinsvorsitz zu kandidieren. Den Fraktionsvorsitz im Stadtparlament werde er hingegen weiter wahrnehmen. Böhm ist der Meinung, Vereins- und Fraktionsvorsitz müssten personell getrennt werden. Böhm sagte, er stehe – sofern dies gewünscht werde – im Vereinsvorstand für andere Posten gerne zur Verfügung.

Während der jüngsten Koalitionsverhandlungen hatte es innerhalb von ZmB Meinungsverschiedenheiten wegen der Hinwendung ausgerechnet zur Anti-Schwab-Partei CDU gegeben. Es kam zu Vereinsaustritten. Böhm: „Das ist normal. In Vereinen gibt es immer verschiedene Strömungen.“ Die Mitgliederzahl liege nach wie vor um die 90, 100. (bp)

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Quelle: op-online.de

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