Hofreite unter dem Abrissbagger

Altbauten an der Ortsdurchfahrt machen Platz für neue Wohnhäuser

+
Von der Rückseite des Anwesens arbeitet sich der Abrissbagger bis zur Ortsdurchfahrt vor.

Dudenhofen - Ein Stück altes Dudenhofen verschwindet: Drei Häuser an der Ortsdurchfahrt werden abgerissen. Sie schaffen Platz für Neues.

Dieser Anblick ist bald endgültig Vergangenheit.

Es staubt mächtig, als der Abrissbagger die alten Dächer und Mauern einreißt. Spaziergänger bleiben stehen und sehen dem Spektakel zu. Von der Rodau-Seite her dringt die Maschine Meter für Meter zur Nieuwpoorter Straße vor. Dass sich an den Häusern 9 bis 13 etwas tut, war bereits seit Anfang letzter Woche zu sehen. Drei Arbeiter entkernten die Gebäude, sortierten Materialien und füllten mehrere Container. Der Abriss eröffnet die Chance, das Entree von Dudenhofen an dieser Stelle neu zu gestalten. Wer aus Nieder-Roden kommt, blickt nach der Linkskurve genau auf diese Häuser. Die geschlossene Bebauung entlang der Ortsdurchfahrt, wie sie früher ortstypisch war, ist an diesem Ende bereits unterbrochen. Ein Stück weiter nördlich erhält man noch einen Eindruck davon, wie Dudenhofen einst aussah.

Auf dem Grundstück sind sieben Wohnhäuser geplant, die sich links und rechts um einen Erschließungsweg gruppieren. Die Stadt hat vorgeschrieben, dass die Zufahrt von der Nieuwpoorter Straße aus erfolgen muss. Unter dem Weg werden auch die Versorgungsleitungen platziert. Für ihr Bauvorhaben mussten sich die Eigentümer auch ein Nachbargrundstück sichern. Die Scheune ihrer Hofreite war mit der Nachbarscheune zusammengebaut, wie das früher üblich war. Neubauten in diesem Teil Dudenhofens müssen sich an den vorhandenen Gebäuden orientieren. Auch 30 Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss gibt es dort noch keinen Bebauungsplan. Ein städtebaulicher Rahmenplan sollte vor einigen Jahren unter anderem die Hinterhofbebauung regeln. Er wurde aber nicht weiter verfolgt.

Baudenkmäler in Rodgau

eh

Quelle: op-online.de

Kommentare