Außengelände an alter Schule

Früher Schulhof, bald Spielplatz

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Dudenhofen - Der gesamte Vorplatz der alten Schule Dudenhofen wird zum Außengelände für die beiden Kindergartengruppen im Erdgeschoss. Mit 31 : 11 Stimmen akzeptierte die Stadtverordnetenversammlung den Gestaltungsplan des Magistrats.

Der Umbau soll 129.000 Euro kosten und in den nächsten Monaten beginnen. Die CDU konnte sich nicht mit ihrem Vorschlag durchsetzen, das Spielgelände deutlich zu verkleinern.

Die CDU-Fraktion hatte eine neue Planung gefordert, um die Kita-Freifläche auf die nähere Umgebung der Eingangstreppe und den schmalen Geländestreifen an der Georg-August-Zinn-Straße zu begrenzen. Der „Dalles“ solle im Interesse der Vereine auch in Zukunft für Veranstaltungen nutzbar sein, begründete Ingrid Kratz für die Union. Der Antrag bringe alle Interessen unter einen Hut: „Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen.“ Ihr Parteifreund Heiko Lautenschläger ergänzte: „Wir sind nicht glücklich damit, dass an dieser Stelle eine Kindertagesstätte entsteht.“

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Das Außengelände um die Hälfte zu verkleinern, sei „nicht einmal eine Schnapsidee“, hielt Winno Sahm (Grüne) der CDU entgegen. Er warf den Christdemokraten vor, ihnen sei ein Bierwagen wichtiger als das Wohl der Kinder. Empörte Zwischenrufe aus den CDU-Reihen quittierte er mit der Bemerkung: „Sie schäumen wie ein schlecht eingeschenktes Hefeweizen.“ Die Planung des Magistrats bezeichnete Sahm als angemessen: „Sie bringt die Nutzergruppe wieder auf den Platz, für die das Gebäude ursprünglich gebaut wurde.“ Der ehemalige Polizeiposten sei ja ursprünglich eine Schule gewesen. Als „Feier-Weltmeister“ seien die Dudenhöfer Vereine sicher kreativ genug, den Platz vor dem Bürgerhaus auch in seinem neuen Zuschnitt zu nutzen.

Von einem gelungenen Entwurf sprach Norbert Felbinger von „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB). Seine Fraktion vertraue der Kompetenz der städtischen Fachdienste und der Planerin. Kritik äußerte Felbinger jedoch am Ablauf der Entscheidungsfindung: „Der enge zeitliche Ablauf für die Beratung in den Gremien (...) war ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.“ Der Magistrat habe den Ortsbeirat unnötig brüskiert: „Es ist nicht in Ordnung, wenn der Ortsbeirat am Abend des 25. Februar berät (...) und keine 15 Stunden später durch das Fällen der beiden Linden Fakten geschaffen wurden.“

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Dafür erhielt ZmB-Redner Felbinger auch Zustimmung aus der regierenden Kooperation: „Der beste Redebeitrag des Abends“, lobte Heino Reckließ (FDP). Er versuchte die Wogen zu glätten: „In Zukunft ist auch nicht weniger Platz für Bierfeste.“ Im Lauf weniger Jahre habe sich im Umfeld des „Dalles“ viel zum Positiven verändert, „alles für die Bürger“.

eh

Quelle: op-online.de

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