Stadt will Abhilfe schaffen

Ausgesperrte Badeseebesucher sind verärgert

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Nieder-Roden - Abgehetzt nach der Arbeit zum Badesee fahren, um dort ein paar Runden zu schwimmen und zu entspannen? Doch die Besucher stehen wegen schlechtem Wetter vor geschlossenen Türen. Das ist in den vergangenen Wochen wiederholt vorgekommen und verärgert die Bürger. Von Simone Weil

Künftig wird die Stadt zusätzlich zu Informationen auf Facebook noch einen Anrufbeantworter schalten. „Zwischen den Stadtteilen Dudenhofen und Nieder-Roden liegt malerisch in einer windgeschützten Senke das schon vor 33 Jahren von den Rodgau Monotones in ihrem Song ,St. Tropez am Baggersee’ hoch gelobte Badeparadies der Stadt.“ Was die Stadt Rodgau vollmundig auf ihrer Homepage präsentiert, hört sich echt vielversprechend an. Das macht doch Lust, sich dort am „feinen Sandstrand“ zu aalen und das besondere Freizeitvergnügen am Strandbad aufzuspüren. Doch leider sieht die Realität anders aus: Und dass liegt nicht nur am schlechten Wetter. Denn auch wenn der Sommer sich bislang nicht von seiner besten Seite zeigt und es allen Freibadfans schwer macht, wollen manche Schwimmer trotzdem nach Feierabend noch ein paar Runden durchs kühle Nass ziehen. Immerhin haben sie ihre Dauerkarte gekauft und wollen sie auch nutzen.

Das klingt eigentlich nach einer guten Idee: Denn schön warm ist es ja, auch wenn sich die Sonne nicht blicken lässt. Doch dann stehen Besucher am Strandbad wegen schlechtem Wetter vor verschlossenen Türen. Vergeblich haben sie sich abgehetzt, um nach der Arbeit zum Badesee zu fahren, um dort zu entspannen. Eine Schwimmerin ist extra aus Offenbach gekommen und wirklich sauer.

An mehreren Tagen seien Badegäste in den vergangenen beiden Wochen ausgesperrt worden, mailen verärgerte Dauerkarteninhaber der Redaktion. Potentielle Badegäste vor geschlossenen Türen stehen zu lassen, ist natürlich denkbar ungeschickt und kein sonderlich kundenfreundliches Verhalten. Nach ähnlichen Vorfällen im vergangenen Jahr sollte dies auch nicht mehr geschehen, hatte es seitens der Stadt geheißen: Beispielsweise nachdem damals bei mäßigem Wetter alle Besucher gegen 11 Uhr gegangen waren, entschloss sich das Personal, nach Rücksprache mit dem Rathaus bereits um 12.30 Uhr zu schließen.

Bilder: Saison am Badesee eröffnet

Die fürs städtische Strandbad gültige Satzung lässt diesen Ermessensspielraum auch künftig zu. Stadt-Sprecherin Sabine Fischer sagte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, der Badesee werde weiterhin bei Unwetterwarnung, Dauerregen und in Notfällen geschlossen. Allerdings macht sich die Stadt Gedanken darüber, wie die Besucher rechtzeitig von der Schließung erfahren können: Per Facebook informierte das Badesee-Team die Bürger schon in den vergangenen Tagen über die Schließungen. Weil dieses Medium aber nicht jedem zugänglich ist, soll eine Bandansage auf dem Anrufbeantworter hinzukommen: Tel.: 06106/733148.

Quelle: op-online.de

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